Diachrone Dissoziation: Keine diachrone Assoziation ohne diachrone Dissoziation (= Außenseite des Unterscheidens), das heißt, die Assoziationen müssen in unterschiedlichen Kontexten erfolgen, in denen jeweils auch nicht-assoziierte Wahrnehmungen verfügbar sind.

Hier bahnt sich schon die Tragik jeden Lebenslaufs an: Es gibt Geschichten, an denen man nicht beteiligt ist. Das fängt mit dem Kindergeburtstag an, zu dem man nicht eingeladen wird und endet bei der Wahl, die man verliert, dem Job, den man nicht bekommt.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen stellt sich die Frage, wen man zum Kindergeburtstag einladen soll, wen man auf welche Posten setzen soll, wer welche Rolle in welchem Film spielen soll usw.

Wo es nur um Sachfragen geht, stellt sich bei der Analyse die Frage, welche wahrgenommenen Phänomene sind relevant, welche nicht? Was kann ohne Schaden „weggedacht“ werden, d.h. von welchen Faktoren kann abstrahiert werden. Welche Folgen können welchen Ereignissen kausal zugeordnet werden? usw.




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