33.6 fbs

Die Phasen der Perspektivübernahme sind zeitlich nacheinander geordnet, wobei die Egozentrik die infantilste Form der Beobachtung darstellt, die Fähigkeit die Perspektive des Anderen einzunehmen ist mit etwa 10 – 12 Jahren entwickelt, und die Außenperspektive auf die Interaktion kann durchschnittlich etwa im Alter von 16 – 18 Jahren eingenommen werden, also einem Alter, in dem man als Bürger in der westlichen Welt als mündig betrachtet wird. Dass dies aber keineswegs allen oder durchweg gelingt, kennt wahrscheinlich ja jeder von sich selbst. Das sogenannte „Zirkuläre Fragen“ der systemischen Therapie stellt eine Technik dar, bei der durch triadische Fragen die Perspektive eines dritten, außenstehenden Beobachters in die Kommunikation eingeführt wird, sei es, dass er anwesend ist und über die Beziehung und Interaktion zweier Anwesender befragt wird, sei es, dass ein Einzelner oder ein Paar nach der Antwort eines hypothetischen Beobachters ihrer Interaktion/Beziehung befragt wird.

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