35.3.1 Mimesis ist ein kreativer Prozess, bei dem vom Beobachter (= den Kind) das beobachtete Verhaltensschema anderer eigenständig (nach-)erfunden wird.

Nicht alle Rollen und alle Dramaturgien müssen originell sein, denn es gibt nicht nur die eigene Familie zu beobachten, irgendwann werden dann auch Geschichten erzählt ode vorgelesen oder am Fernsehapparat, dem Tablet oder Handy von den Kindern angehört. Und damit erweitert sich der Variationsbereich von Rollen, Beziehungen und Dramaturgien, aus denen dann eigenständig und kreativ die Aspekte nachgeahmt werden könnnen, die am besten zum aktuellen Erleben „passen“, so dass eigene Mythen geschaffen werden können.

 

Literatur:

„Die Nachahmung von Handlung ist der Mythos. Ich verstehe hier unter Mythos die Zusammensetzung der Geschehnisse, unter Charakteren das, im Hinblick worauf wir den Handelnden eine bestimmte BEschaffenehti zuschreiben, unter Erkenntnisfähigkeit das, womit sie in ihren Reden etwas darlegen oder auch ein Urteil abgeben.“

Aristoteles (1982): Poetik (Griechisch/Deutsch), Stuttgart (Reclam) Kap. 6, S. 20/21.

 




2 Gedanken zu „35.3.1 Mimesis ist ein kreativer Prozess, bei dem vom Beobachter (= den Kind) das beobachtete Verhaltensschema anderer eigenständig (nach-)erfunden wird.“

  1. un watn dat, Maxi?

    „…unter Charakteren das, im Hinblick worauf wir den Handelnden eine bestimmte BEschaffenehti zuschreiben,“

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