35.9.5 Über- oder Unterinklusion von Prädikaten (Bedeutungszuschreibungen, Merkmalen der Unterscheidung) im Gebrauch von Bezeichnungen (Worten, Sätzen, anderen Zeichen und Symbolen…) führt in sozialen Systemen zum Nicht-Verstandenwerden (=Exkommunikation) einer Person, wenn bzw. solange sie diesen idiosynkratischen Gebrauch praktiziert.

Über– oder Unterinklusivität der Bedeutungsgebung ist sozial deshalb von großer Bedeutung, weil davon abhängig ist, ob ein Mensch, wenn er erwachsen ist, an der Kommunikation teilnehmen kann oder ausgeschlossen wird. Beispiel, dass bzw. wie dies geschieht und zu erklären ist, liefern psychotische Zustände (s. Sätze 81ff.- 83ff.).




3 Gedanken zu „35.9.5 Über- oder Unterinklusion von Prädikaten (Bedeutungszuschreibungen, Merkmalen der Unterscheidung) im Gebrauch von Bezeichnungen (Worten, Sätzen, anderen Zeichen und Symbolen…) führt in sozialen Systemen zum Nicht-Verstandenwerden (=Exkommunikation) einer Person, wenn bzw. solange sie diesen idiosynkratischen Gebrauch praktiziert.“

  1. @“Über- oder Unterinklusion von Prädikaten“

    Der Begriff Prädikat wird formal als eine Funktion in der Menge der Wahrheitswerte definiert: Ein n-stelliges Prädikat ist eine n-stellige Funktion aus dem n-fachen kartesischen Produkt des Diskursuniversums D {\displaystyle \prod _{i=1}^{n}D=\underbrace {D\times …\times D} _{n\times }}{\displaystyle \prod _{i=1}^{n}D=\underbrace {D\times …\times D} _{n\times }} – das heißt aus der Menge aller n-Tupel von Individuen – in der Menge der Wahrheitswerte.
    Somit kann jedem n-stelligen Prädikatensymbol P(_1, _2,… _n) eine solche Funktion – ein Prädikat – P(x1, x2,… xn) zugeordnet werden, sodass P(x1, x2,… xn) =wahr genau dann, wenn das n-Tupel (x1, x2,… xn) ein Element der dem Prädikatensymbol zugeordneten Menge von n-Tupeln ist, mit anderen Worten:
    Für alle x1, x2,… xn ∈ D gilt:
    (x1, x2,… xn) ∈ P ⇔ P(x1, x2,… xn) = Wahr
    Aus diesem Grund werden die Aussagen (x1, x2,… xn) ∈ P und P(x1, x2,… xn) auch gleichbedeutend verwendet.
    Als einfaches Beispiel eine Dreiecksgeschichte. Das universe of discourse U besteht aus Ulrich, Heiner und Anna:
    U = {Ulrich, Heiner, Anna}
    Wir haben zwei Prädikatssymbole F( ) (einstellig) und L( , ) (zweistellig). Wir ordnen das Prädikatensymbol F( ) der einstelligen Relation (das heißt einer Teilmenge von U) {Anna} zu. Das Prädikatensymbol L( , ) der zweistelligen Relation {(Anna, Heiner), (Heiner, Anna), (Ulrich, Anna)}. Unsere Prädikate sind F(x) und L(x1, x2). F(x) ist genau dann wahr, wenn x = Anna. In unserer Interpretation gilt also: F(Anna).

  2. aha, verstehe …

    ein(er) bzw.ein(es) nach dem Anderen
    gleichzeitig geht’s nicht,
    auch wenn’s ein ganz großer/großes AUA
    macht

    … warte,warte
    (nur/noch)
    ein
    Weilchen …

    …alles zu seiner Zeit

    LG,
    Anna

    🙂

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