36.1.3 Durch die Kreation unterschiedlicher Spielfelder und/oder Spiele wird der Verhaltensfreiraum des Individuums erweitert, aber auch die Anforderung an seine Anpassungsfähigkeit erhöht, da es zwischen unterschiedlichen Spielfeldern unterscheiden muss, in denen unterschiedliche Wirklichkeitskonstruktionen sowie Gebote und Verbote gelten können.

Solche unterschiedlichen Spiele werden z.B. in unterschiedlichen Familien gespielt. Noch größer sind die Unterschiede zwischen den Regeln solcher privater Systeme wie Familie, Partnerschaft, Freundschaft und öffentlicher oder sachorienterieter Systeme wie Schule, Arbeitsstelle, Politik usw. Wer einigermaßen erfolgreich in seinem Beruf sein will, muss gelernt haben, dass es dort nicht so zugeht wie in der eigenen Familie.

Auch die Kontraste zwischen Kulturen sind beträchtlich, was sich auf den ersten Blick an den jeweils gesprochenen Sprachen zeigt. Da sie zu einem guten Teil auch das Denken der Leute lenken, entwickeln sich unterschiedliche Spielregeln.

In einer globalisierten Welt wird es zu einer lebenswichtigen Kompetenz, sich in unterschiedlichen Kontexten angemessen bewegen zu können, d.h. an der Kommunikation teilnehmen zu können, ohne Sorge haben zu müssen, „rausgeworfen“ zu werden.




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