36.4 Proskriptive Regeln (= Verbote): Legen fest, welche Verhaltensweisen Spieler zu unterlassen haben, wenn sie mitspielen wollen.

Es gibt ja Systeme (z.B. politische), in denen gilt: Alles, was nicht erlaubt ist, ist verboten! Dem stehen die etwas lebenswerteren Systeme gegenüber, in denen gilt: Alles ist erlaubt, was nicht verboten ist!

Durch diese beiden Versionen von Verboten werden unterschiedliche große bzw. kleine Freiräume für das Handeln des Individuums eröffnet/eingezäunt.

 

 

Literatur:

„Vom Standpunkt der Spieltätigkeit aus, legen die Regeln fest, welche Züge erlaubt sind. Es versteht sich, daß inkorrekte Züge für die Spieler verboten sind und daß ein Zug, der in einer bestimmten Stellung der einzig richtige ist, für die Spieler obligatorisch ist.“

Wright, Georg Henrik von (1963): Norm und Handlung. Eine logische Untersuchung. Königstein (Scriptor Verlag) 1979, S.22.

„(…) the rules that place a limitation on actions are proscriptive rules. We will come across this term agaian when wie examine the kinds of constraints we can construct to enable students to learn efficiently and effevtively. As we have noted, proscriptive rules define what players cannot do, and they link to primary rules of games. They open up possivilities for what they can do (once they know waht they cannot do). These constraints enable specific types of games to be played.“

Butler, Joy I. (2016): Playing Fair. Champaign, Il (Human Kinetics), S. 33.




Ein Gedanke zu „36.4 Proskriptive Regeln (= Verbote): Legen fest, welche Verhaltensweisen Spieler zu unterlassen haben, wenn sie mitspielen wollen.“

  1. In Deutschland ist alles verboten, was nicht erlaubt ist;
    in England ist alles erlaubt, was nicht verboten ist;
    in Russland ist alles erlaubt, was verboten ist.

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