37.2.2 Sprechakt: Wie gesprochen wird, d. h. Mimik, Gestik, Tonfall, Lautstärke usw., kommentiert den gesamten Inhalt und kann ihn bestätigen oder entwerten.

Die Körpersprache der Finnen unterscheidet sich von der Körpersprache der Italiener, selbst wenn sie Englisch miteinander reden.

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Der Sprechakt in seiner Gesamtheit, die präsentierte Leidenschaft oder auch die Abgeklärtheit des Sprechers, kontextualisiert die Bedeutung der gesprochenen Inhalte für den Zuhörer. Daher beschäftigen sich professionell vor allem Rhetoriker und Rhetoriktrainer mit der Frage, wie man auf dieser Ebene – bei der „Performance“ von Personen – Veränderungen erreichen kann, damit sie ihre „Botschaften“ besser vermitteln („rüberbringen“) können.

In der Klassifizierung von Pearce und Cronen ist der „Sprechakt“ als „Level 2“ bezeichnet.

 

 

Literatur:

Level 2

Speech acts are the things one person does to another person by saying something. (…) The key to understanding speech acts – and why speech actes are an appropriate unit of analysis – lies in the diffentiation between speech as the production of messages and speech as the use of messages in human affairs (or pragmatics).“

Pearce, W. Barnett, Vernon E. Cronen (1980): Communication, Action, and Meaning. The Creation of Social Realities. New York (CBS Educational and Professional Publishing), S. 132.




Ein Gedanke zu „37.2.2 Sprechakt: Wie gesprochen wird, d. h. Mimik, Gestik, Tonfall, Lautstärke usw., kommentiert den gesamten Inhalt und kann ihn bestätigen oder entwerten.“

  1. Besser vermitteln („rüberbringen“) können Sprecher ihre „Botschaften“, wenn sie an diese glauben und wenn sie diesen Glauben „verkörpern“, nicht bloß durch die Intonation, mit Gesten der Hände, der Augen, des Kopfes, sondern auch durch Äußerlichkeiten wie Kleidung, Frisur. Am glaubwürdigsten wirken natürlich Gefühle – es müssen ja nicht gleich Tränen beim Nachrichtensprecher fließen, wenn er über tote Flüchtlingskinder berichtet.

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