37.2.5 Spiel/Geschichte: Beziehungen zwischen Kommunikationsteilnehmern schweben nicht im leeren sozialen Raum, sondern sind Elemente von Spielen und damit deren Spielregeln unterworfen (z.B. familiären oder organisationalen), so dass das Verhalten jedes Akteurs im Rahmen von Befolgung/Verstoß von/gegen irgendwelche Spielregeln gedeutet werden kann. Die Regeln solcher Spiele werden meist durch das Erzählen von Geschichten tradiert.

Menschen denken in Geschichten, da diese am besten in der Lage sind, die Komplexität menschlicher Beziehungsmuster und deren Veränderungen im Laufe der Zeit in grandios ökonomischer Weise zu kommunizieren. Nicht zufällig werden Geschichten seit Jahrtausenden erzählt und so von Generation zu Generation tradiert.

Aber das eigentlich Interessante an Geschichten besteht darin, dass sie implizit Spielregeln bzw. deren Muster vermitteln, an denen sich der Zuhörer qua Identifikation mit den Protagonisten orientieren kann. Deswegen ist es auch kein Zufall, dass immer wieder aus Spielen (z.B. Computerspielen) Drehbücher für Filme gemacht werden (oder umgekehrt). Sie stellen die Konkretisierung einer Spielregel dar, d.h. einen einmaligen Ablauf des Spiels, der auch hätte anders sein können – deswegen können immer wieder Filme nach demselben Schema gedreht werden -, aber wie auch immer die konkrete Dramaturgie gestaltet sein mag, sie impliziert immer dieselben Spielregeln. Musterbeispiel ist hier die „Reise des Helden“ (Campbell), deren dramaturgische Elemente und Protagonisten die Mythen der Welt gestalten.

 

Video auf Youtube

„Housesitter“ (1992. Regie: Frank Oz): Newton ist Architekt. Er hat für seine seit frühester Jugend geliebte Becky ein Haus gebaut, sie aber lehnt seinen Heiratsantrag ab. Seinen Kummer erzählt Newton im Suff Gwen, einer pseudo-ungarischen Kellnerin, mit der er anschließend die Nacht verbringt. Als Gwen am Morgen erwacht und Newton bereits das Weite gesucht hat, macht sich Gwen auf, um das von Newton in seinem kleinen Heimatort gebaute Traumhaus zu besichtigen. Dort erklärt sie, sie sei Newtons Frau, um beim Lebensmittelhändler anschreiben lassen zu können. Von nun an gewinnt die „erfundene“ Geschichte eine selbstorganisierende/selbstorganisierte Dynamik. Sie zieht in das neue Haus ein, die vermeintlichen Schwiegereltern und Bekannten lernen sie kennen und lieben, sie schließt Freundschaften usw., wobei sie immer wieder Neues erfinden muss, um die sich entfaltende Geschichte konsistent zu erhalten. Der Witz an der Geschichte ist, dass alle Protagonisten ihr de facto dabei helfen, den Faden der Geschichte zu einem plausiblen Gewebe zu verflechten, da sie ihr die Leerstellen in einer – dem eigenen Denken in Geschichten entsprechenden Weise – durch die passenden Stichworte füllen helfen. Am Schluss wird dann aus einer spontan und zunächst absurd erscheinenden Story eine von allen akzeptierte Realität. Auch Newton kann auf Becky verzichten, er und Gwen sind das Paar geworden, von dem alle immer dachten, sie wären es schon lange…

 

Literatur:

„Was ist eine Geschichte, daß sie As und Bs, ihre Teile, verbinden kann? Und ist es wahr, daß die allgemeine Tatsache dieser Art der Verbundenheit aller Teile dem zugrundeliegt, was es bedeutet, lebendig zu sein? Ich biete Ihnen den Begriff des Kontextes an, die Vorstellung eines Musters in der Zeit.“

Bateson, Gregory (1979): Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Frankfurt (Suhrkamp) 1982, S. 24.




25 Gedanken zu “37.2.5 Spiel/Geschichte: Beziehungen zwischen Kommunikationsteilnehmern schweben nicht im leeren sozialen Raum, sondern sind Elemente von Spielen und damit deren Spielregeln unterworfen (z.B. familiären oder organisationalen), so dass das Verhalten jedes Akteurs im Rahmen von Befolgung/Verstoß von/gegen irgendwelche Spielregeln gedeutet werden kann. Die Regeln solcher Spiele werden meist durch das Erzählen von Geschichten tradiert.”

  1. … und dann würde Alle schon ganz gerne wissen, wie es weiter geht, wenn es denn so weiter gehen sollte …
    erscheint es nicht merkwürdig, wie schnell sich manche Männer ihre Jugendliebe aus dem Kopf schlagen lassen, wenn man einmal kurz extrapoliert, was auf sie zukommen könnte bzw. zugekommen wäre, wenn man sich so manches zeitnah hätte realisieren lassen?
    https://www.youtube.com/watch?v=yhQAMQo_a8k

    Summa summarum scheint es -statistisch gesehen- doch eher so zu sein: Besser ist man startet häßlich, unattraktiv und arm und -als Frau- macht man sich am besten möglichst frühzeitig aus dem Staub
    https://www.youtube.com/watch?v=yhQAMQo_a8k

    Es sind halt völlig unterschiedliche Ansichten, die sich auch nicht so ganz aus dem Kontext der Präferenzen des -im übrigen klassischen- Zeitgeistes lösen lassen.
    Kein Wunder also wenn es so kommt, wie Oscar Wilde längst bereits resümierte
    (… was anschließend stets auch zum Krach unter den Erben beizutragen pflegt):

    Sinngemäß aus dem Gedächtnis:
    Männer mögen immer gerne der erste Mann im Leben einer Frau sein,
    bei den Frauen ist es eher umgekehrt …

    Das war zwar noch nie mein Ding, weshalb ich mich jetzt auch aus dem Staub mache …
    und diesen Ramsch an Rammel bis Rummel-Spielplatz gerne anderen überlasse

  2. Als Pausenfüller bis zur Freischaltung,
    (hoffentlich auch unter Eliminieren der doppelten Links-Verweise)

    https://www.youtube.com/watch?v=4RojlDwD07I

    etwas innehalten und zuhören, was zu den aktuellen Hits gehört,
    reicht ja auch

    When I am down, and, oh, my soul, so weary
    When troubles come, and my heart burdened be
    Then, I am still and wait here in the silence
    Until you come and sit awhile with me
    You raise me up, so I can stand on mountains
    You raise me up to walk on stormy seas
    I am strong when I am on your shoulders
    You raise me up to more than I can be
    You raise me up, so I can stand on mountains
    You raise me up to walk on stormy seas
    I am strong when I am on your shoulders
    You raise me up to more than I can be
    You raise me up, so I can stand on mountains
    You raise me up to walk on stormy seas
    I am strong when I am on your shoulders
    You raise me up to more than I can be
    You raise me up, so I can stand on mountains
    You raise me up to walk on stormy seas
    I am strong when I am on your shoulders
    You raise me up to more than I can be
    You raise me up to more than I can be

  3. @ Kontext = Muster in der Zeit

    Den aktuellen Kontext bzw. das Muster in der gegenwärtigen Zeit liefert die Digitalisierung, die alle Lebensbereiche, Tagesabläufe und Kulturen überlagert und präformiert.
    Digitalisierung verändert den individuellen Zugang zu Bildung und Wissen. Der Königsweg der Individuation ist nicht länger das einsame Bücherlesen und die Auseinandersetzung mit einzelnen Autoritäten (Eltern, Lehrern, Chefs), sondern die Anpassung an den Mainstream des digital veröffentlichten Contents.
    Stundenlang, in völliger Einsamkeit, Buch für Buch zu lesen und Film für Film zu schauen, passt nicht mehr in unsere Zeit, die vom Wettbewerb dominiert ist und in der es um schnellen Austausch, das richtige Netzwerken und Teambuilding geht.

    „Wenn es net so traurig wär‘,
    entsetzlich schaurig wär‘,
    man würde lachen ohne End‘.“
    Falco, 1982

    „Der Deutsche schleppt an seiner Seele: er schleppt an allem, was er erlebt.“ Nietzsche, 1886

  4. ich weiß nicht,

    dieser Hype um das Digitale ..
    ( ich lasse hier die Künstliche Intelligenz/ Dummheit einmal außen vor )

    für mich ist es eigentlich „nur“ mehr Dokumentation, fachspezifisch und, was in dieser Form neu ist, individuell in Blogs und Websites und Videos.

    Ich schätze diesen vielfältigen Zugang zu vielfältigen Dokumentationen.
    Das Digitale überlagert und präformiert für mich nicht, es öffnet Türen, die früher durch den Türsteher (Kafka) versperrt wurden.

    Dass da auch einige Falltüren gebaut werden ist nichts Neues, wurde in vielen Schauerromanen früherer Zeiten auch so geschildert, und in unserem Garten gab es auch schon Fallgruben, gebaut von meinen Brüdern, belegt mit Stöckchen und Gras und gefüllt mit schlammigem Wasser. Die weißen Kniestrümpfe waren dann nicht mehr so weisssss..

    Für mich hat sich das soziale Spiel erweitert.
    Wenn „früher“ „Autoritäten“ das Sagen hatten so kann heute jeder seine Stimme erheben, klingen lassen.
    Und das „Rattenfänger“ Phänomen gab es schon immer.

  5. @4: „mehr Dokumentation“, vielfältigen Zugang zu vielfältigen Dokumentationen“, „das soziale Spiel erweitert“, „kann heute jeder seine Stimme erheben, klingen lassen“

    Dieses Mehr, diese Vielfalt, die Erweiterung und diese Artikulationsmöglichkeiten halte ich grundsätzlich für einen Fortschritt und einen Gewinn.
    Doch meine Verhaltensweisen müssen sich diesem Mehr anpassen (präformiert durch die schiere Masse): Ich muss mehr Daten bewältigen, und zwar in der gleichen Zeit wie früher oder vielleicht sogar in kürzerer Zeit. Deshalb muss ich diese Daten oberflächlicher und selektiver verarbeiten.
    Früher gab es Langspielplatten und sogar Doppelalben mit Musik ausschließlich von einer Band. Wer würde sich heute diese 45 oder 90 Minuten noch anhören?
    Heute präformiert z.B. Spotify die Hörgewohnheiten der Musikkonsumenten und die Kompositionsstrukturen für die Musikproduzenten. Die Tendenz geht dahin, lediglich gewisse Stellen, meist die Anfänge von Musikstücken zu hören. Die Spannung besteht heute in der scheinbaren Vielfalt des Musikangebots, nicht in der Versenkung in die Feinheiten eines einzigen Musikstücks. Diese Produktionszwänge aufgrund veränderter Konsumgewohnheiten verändert das Angebot und in der Folge die Nachfrage. Dadurch geht die kreative Vielfalt des Angebots verloren und es dominiert die einfallslose Einfalt.

  6. @4
    Durch die Digitalisierung verschwindet das stolze, selbstbewusste und aufgeklärte Individuum im Augenblick seines Triumphs. Durch sie wird es berechenbar und sein Denken, Fühlen und Handeln vorhersagbar. Mit Big Data ist das individuelle Verhalten leichter steuerbar, als es dem modernen Selbstbewusstsein gut tut. Der negative Nebeneffekt von Digitalisierung liegt in der totalen Kontrolle des Einzelnen. Die Auflösung seiner Autonomie gehört zu den großen Desillusionserfahrungen der Gegenwart.

  7. @ 4: Das sehe ich ähnlich:
    “ dieser Hype um das Digitale …
    Ich schätze diesen vielfältigen Zugang zu vielfältigen Dokumentationen.“

    Wenn ich mir allerdings diesen Bericht herunterlade und eingehender studiere …
    https://azure.microsoft.com/de-de/resources/beyond-predictive-maintenance/
    – vor allem auch in derartigen Schlußfolgerungen …

    “ Die nächste Welle des IoT wird wahrscheinlich dazu führen, dass führende Unternehmen sich immer stärker von der Masse abheben – und das auf noch nicht vorhersehbare Art und Weise.
    Unternehmen sollten daher jetzt die richtigen Schritte unternehmen, um zu
    gewährleisten, dass sie die wesentlichen Elemente parat haben: Elemente, die es
    ihnen ermöglichen, sich die „Kunst des Möglichen“ vorzustellen und aus dem IoT
    wachsenden Nutzen zu ziehen.“

    … dann fehlt -mir persönlich (noch !) die begleitende Qualitätskontrolle , und zwar nicht nur zur Überwachung der Technik wie sie u.a. nach dem HACCP-Konzept, sprich nach den „Prinzipien des Qualitätswerkzeugs Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte (HACCP)“ zur Minimierung von Risilen längst üblich sind (vgl. Wikipedia).
    Sondern vorrangig im Hinblick auf einen inadäquaten und mißbräuchlichen Einsatz durch die IoT = Idiots an Tour.

    Weshalb für „geistige Tätigkeiten“, in Unterstützung durch Instrumentarien der IT, auf KI-Basis rückbezügliche Ver- und Ab-Sicherungen im Hinblick auf die Risiken und rückwirkenden Konsequenzen ihre Geltung verlieren sollten, -aus welchen Gründen auch immer- leuchtet auf Basis o.g. Konzepte nicht so ganz ein.
    Vor allem dann nicht, wenn es sich um – wie bei Algorithmen – um Abgrenzungen gegenüber deren ursprünglich vorprogrammierte Definitionen dreht, die -als triviale Maschinen auch brav, verläßlich und durchaus auch dazulernend ausführen, was ihnen vom Ansatz her, einprogrammiert wurde.

    Im Zusammenhang mit dem Hype, zu erwarten, daß sich mit der Übernahme und Integration von äußerst belastenden wie komplexen Rechenoperationen u.a. mit hochsensibel eingestellten Sensoren, wesentliche, gar den menschlichen Geist überrundende Innovationen und Neuentwicklungen einstellen werden,
    sobald irgendeine „zündende Idee“ vom Himmel fällt, erscheint dann doch eher extrem unwahrscheinlich bis unmöglich.

    Aus dem „Schatten der Globalisierung“ heraus fragt sich, wohin sich dieser Hype sich eigentlich noch hinentwickeln soll, außer fokussiert auf Pflege und Erhalt des Bestands im Rahmen unter Ausschöpfen best angewandter Möglichkeiten?

    „Existence is a selective blindness.
    Use blindness as paradigmatic of any sense e.g. ‚deafness, tastelessness e.t.c..
    We notice one side of a thing-boundary at the expense of paying less attention to the other side. …
    We do exactly the same with ourselves. When we die the self-boundary eventually disappears. Before it did so, we ascribed a huge value to what we called is ‚inside of ourselves, and comparatively little value to what is called ‚outside‘
    The death experience is thus ultimately the loss of selective blindness to see both sides of every distinction equaly. This by definition is absolute knowledge or omniscience, which is mathematically impossible except as equated with no knowledge at all. In the ascription of equal values to al sides, existence has ceased altogether, and the knowledge has become knowledge of nothing.“
    George Spencer-Brown „Die Gesetze der Form“ , 1999, Last word, S. 192

  8. @8
    Blindheit als mögliche Nebenwirkung der Digitalisierung.
    Hirnschäden als mögliche Nebenwirkungen der Vielfalt, die durchgeklickt werden will.
    Koordinationsstörungen als mögliche Nebenwirkungen der Big-Data-Fremdsteuerung.
    Wahnsinn als mögliche Nebenwirkung der permanenten Überwachung.
    Schwindel, Übelkeit, Burnout als mögliche Nebenwirkungen des Turbo-Digitalismus.

  9. Vor der fröhliche Faschisierung der „Sozialen Netzen“ warnte aus bitterer Erfahrung einst Viktor Klemperer: „Worte können sein wie winzige Arsendosen: sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ Lingua Tertii Imperii, 1947
    Doch wir sind stolz auf die Blindheit jener politischen Correctness, die jeglichen Einwand gegen den vermeintlichen Fortschritt als Maschinenstürmerei brandmarkt.

  10. @4, @8
    Durch die umfassende Abschöpfung unserer Daten durch Google, Amazon, Facebook und Apple (kurz GAFA) entsteht in deren Datenbanken ein sehr feinkörniges Bild unserer Persönlichkeiten. Die Datenkraken kennen uns besser als wir selbst. Facebook kann angeblich einen besseren Partner besorgen als man selbst das kann. Warum dürfen diese Unternehmen eigentlich meine Daten und dadurch im Prinzip meine Persönlichkeit besitzen? Weil sie das einfach behaupten! Als Columbus 1492 auf den Westindischen Inseln landete, behauptete er, dass dieses Land jetzt zu Spanien gehöre. Das hatte in etwa so viel Wahrheitsgehalt wie ein Tweet von Donald Trump. Die Ureinwohner sahen das naturgemäß anders, wurden aber brutal zum Schweigen gebracht. So machen es die GAFAs auch: Sie behaupten, die Daten gehörten ihnen, nur weil wir eine Suchanfrage stellten. Wir sehen das naturgemäß anders. Nun bringt Google niemand brutal zum Schweigen, aber wer die Suchmaschine ignoriert, wird mit Nichtachtung bis in den letzten Algorithmus gestraft und verhungert jämmerlich in einer sozialen Einöde ohne Empfang. Die große Gefahr dabei ist, dass durch den massiven Einsatz künstlicher Intelligenz demokratische Meinungsbildung verzerrt wird. Was den GAFAs wenig ausmacht – in Staaten ohne starke Regierung können sie nach Belieben schalten und walten.

  11. @ 11 Naja, gezielte Fokuslenkung gehört eben zum Geschäftsmodell basierend auf:
    2 = T0 > TW0
    WH0m IT may CONCERN

    und der Gesundheitsmarkt boomt, im Hinblick auf deren Verständnis von Compliance.

    „Durch die digitale Medikation erfahren die Patienten,
    wie ihre Medikamente wirken. Proteus konnte damit kürzlich eine Vereinbarung
    mit Desert Oasis Healthcare treffen, die nur dann eine Entschädigung vorsieht,
    wenn die Patienten von Desert Oasis bei der Einhaltung der Verschreibung einen
    Schwellenwert von 80 % erreichen.“
    https://azure.microsoft.com/de-de/resources/beyond-predictive-maintenance/

    … brav geschluckt ist halt schon viel wert.

  12. Gesundheit ist halt schon ein verdammt hohes Gut.
    und wir haben es restlos Alle nicht in der Hand.

    Allerdings ist „Gesundheit“ -vor allem unter der „work-life-balance“ – Ägide durchaus als Faustpfand einsetzbar,
    jedoch nur solange es unter Daumen hoch in und auch valide ist, sprich:
    solange der Absatz stimmt.
    Ob der „content“ stimmt und dann auch zum behandelnden und auch weiterhin zum abzuhandelnden bzw. abzuwickelnden Kontext passt, ist und war im Grunde schon immer irrelevant.

    Wenn dann allerdings die ersten Zipperlein an Unpässlichkeiten mit den entsprechenden UN-Plausibilitäten auftauchen, kann es dann eben schon mal eng werden in den Weißwäschereien, Drittmittel-Annahmen und Ausgaben betreffend.

    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/schmutziges-geld-von-jeffrey-epstein/ar-AAGZkCz?MSCC=1568023971&ocid=spartandhp

    … vor allem dann, wenn nach und nach offensichtlich wird, wie ein Tatterich so manche gewohnt moralisierende Abkanzler dann doch noch in die Knie zu zwingen vermag.

    Bedrückend nur, wem das nun alles Wasser auf seine/ihre Mühlen sein kann und wird …

  13. „Die Regeln solcher Spiele werden meist durch das Erzählen von Geschichten tradiert“

    Ja,
    und ich meine, dass durch unsere Erzählungen die Regeln dieser Spiele offen gelegt werden können oder eben verdeckt werden können.

    Und ich meine zu beobachten, dass es viele, viele Erzählungen gibt, ich meine sogar zunehmend, die die Regeln dieser Spiele verdecken ..

    Insbesondere in der Literatur für Kleinkinder, so süß und harmonisch ist die Welt,
    rosa und hellblau ..
    und alle Probleme versinken im süßen Brei ..

  14. @14: Da kann ich nur zustimmen. In Märchen war das immer anders… Aber heute glauben viele Eltern und Erzieher, Kindern die Welt nicht zumuten zu können. Statt sie darauf vorzubereiten, dass nicht mal ein Ponyhof ein Ponyhof ist, werden Eiteitei-Geschichten publiziert. Deswegen hat sich der Carl-Auer-Verlag ja unter anderem entschlossen etwas andere Kinderbücher zu publizieren.

  15. @19/20: Vielleicht nicht Kinderbuch, sondern Bettlektüre (allerdings nicht für jeden Leser einschläfernd – aber bestimmt für viele).

  16. diese jetzige Präsentation der Sätze, der Formen, mit Erläuterungen, Literaturverweisen,
    ermöglicht mir inne zu halten, mich zu fokussieren und nicht gleich zum nächsten Satz zu gehen/ zu eilen.

    In lange vergangenen Zeiten gab es Abreißkalender .. für jeden Tag/ jede Nacht ein Satz,
    der begleitete …oder auch nicht ..

  17. @22, @23
    … dann beginnt jeder Tag mit einer frischen Weisheit des weisen Mannes.

    Hier ein Kalenderblatt für Organisationsberater:
    Der Teamgeist ist heut’ hoch gefragt,
    weil man im Team sich leichter plagt;
    doch die Gemeinschaft hält nicht lang,
    wenn man nicht zieht am selben Strang.

  18. @23

    Als Alternative zum Abreißkalender wurde in meinem jungen systemischen Umfeld eine App angeregt, mit Push Funktion, randomisiert oder zeitlich programmiert,
    je 1 FBS Satz mit Erläuterung, der Blog optional.

    Auch in diesem systemischen Umfeld zeigt sich die babylonische Begriffsverwirrung, die Herren und Damen Studenten wissen nicht zu differenzieren zwischen impact , output und outcome.
    Aber das in einem anderen Fachgebiet und vielleicht auch zu viel verlangt.

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