37.3 Es gibt Deutungsrahmen/Kontextualisierungen, die sich auf direkt wahrnehmbare Phänomene/Verhaltensweisen beziehen (= Formulierung, Sprechakt, Episode) und Deutungsrahmen, die sich auf Ideen bzw. Konstrukte beziehen (= Beziehung, Spiel/Geschichte, Kultur) bzw. aus ihnen ableiten.

Figur 42

Die Unterscheidung zwischen direkt  (= sinnlich) wahrnehmbaren Phänomenen, die als Kontextmarkierungen fungieren, und denen, die eine geistige Konstruktion voraussetzen, kann vielleicht erklären, warum die Beachtung der nicht mit relativ eindeutigen Signalisierungen verbundenen Kontextmarkierungen in ihrer Bedeutung schwerer zu erfassen sind. Dies dürfte einer der Faktoren sein, die es für kulturfremde Personen schwer machen, sich zu integrieren. Diese Schwierigkeit dürfte aus der Art resultieren, wie kulturelle Muster erlernt werden (s. Sätze 52ff.).

Wenn man sich vor Augen hält, wie komplex die Interpretation menschlichen Verhaltens in der Kommunikation ist, scheint es erstaunlich, dass sie doch immer wieder ganz gut zu funktionieren scheint.




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