39.1.1 Für bestimmte Klassen von Perturbationen hat der Organismus spezialisierte Sensoren entwickelt (= Sinnesorgane), deren Funktion sinnliches Wahrnehmen genannt werden soll.

Die Sinnesorgane verfügen über Nervenzelltypen, deren Sensibilität spezialisiert ist, auch wenn ihre Erregungsformen sich nicht von anderen Nervenzelltypen unterscheiden. Insofern steuern sie auch die Kopplung mit den Umwelten, weil der Organismus nur durch „passende“ Stimuli perturbierbar ist. Ereignisse, für die er kein Sensorium besitzt, werden für ihn nicht zum Phänomen und daher auch nicht Element der „Population“ (um hier eine mehr oder weniger passende Metapher zu wählen), aus deren Variation dann die Phänomene selektiert werden, die sinnlich wahrgenommen werden (d.h. hier handelt es zunächst erst einmal nur um eine Veränderung innerhalb des Organismus, nicht des Bewusstseins).




2 Gedanken zu „39.1.1 Für bestimmte Klassen von Perturbationen hat der Organismus spezialisierte Sensoren entwickelt (= Sinnesorgane), deren Funktion sinnliches Wahrnehmen genannt werden soll.“

  1. „Ereignisse, für die er kein Sensorium besitzt, werden für ihn nicht zum Phänomen und daher auch nicht Element der „Population“ (um hier eine mehr oder weniger passende Metapher zu wählen), aus deren Variation dann die Phänomene selektiert werden, die sinnlich wahrgenommen werden (d.h. hier handelt es zunächst erst einmal nur um eine Veränderung innerhalb des Organismus, nicht des Bewusstseins).“

    … und manche Lebewesen besitzen -so scheint es zumindest- hierzu mehr als einen siebten Sinn;
    unter Umständen stehen ihnen -gewissermaßen erschüttert- dabei die Haare zu Berge, sofern sie (noch) welche haben …

    „Unter den unzähligen dabei vorkommenden Unterschieden finden wir allenthalben die Hauptverschiedenheit, daß nämlich in ihr sogleich aus dem reinen Sinn die beiden schon genannten DIESEN, ein DIESER als ICH und ein DIESES als Gegenstand herausfallen. Reflektieren wir über diesen Unterschied, so ergibt sich, daß weder das eine noch das andere nur UNMITTELBAR, in der sinnlichen Gewißheit ist, sondern zugleich als VERMITTELT; Ich habe die Gewißheit DURCH ein Anderes, nämlich die Sache; und diese ist ebenso in der Gewißheit DURCH ein Anderes, nämlich durch Ich.
    Diesen Unerschied des Wesens und des Beispiels, der Inmittelbarkeit und der Vermittlung, machen nicht nur wir, sondern wir finden ihn an der sinnlichen Gewißheit selbst, und in der Form, wie es an ihr ist, wie wir ihn soeben bestimmten ist er aufzunehmen.“

    GWFH
    Die sinnliche Gewißheit oder das Diese und das Meinen
    SV 1970, S.83

  2. @1: Sorry,
    für die Schreibfehler im Schreibprogramm
    [bei der Automatisierung heutzutage scheint halt auf nix mehr Verlaß]

    bin mir zwar ziemlich sicher, daß ich das richtig eingegeben habe, aber … ?
    naja

    “ Diesen Unerschied des Wesens und des Beispiels, der Inmittelbarkeit und der Vermittlung ..“
    muß natürlich heißen

    Diesen UNTERSCHIED [….] des Beispiels, der UNmittelbarkeit und der Vermittlung

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