39.3.4 Dieselben Ereignisse/Gegenstände lassen sich mithilfe unterschiedlicher Medien unterschiedlich beschreiben.

In der Praxis gilt zB., dass ein Bild „mehr sagen“ kann, „als 1000 Worte“. Ob „mehr“ synonym mit „besser“ ist, sei dahingestellt. Trotzdem: Unterschiedliche Medien spielen eine wichtige Rolle in der Kommunikation, denn sie steuern die Selektion der Daten und in der Folge dann auch der kommunizierten Informationen, die von den Beteiligten vollzogen wird.

Wenn z.B. in einer Familientherapie oder einer Teamberatung die Beziehungen der Mitglieder erfragt werden, so dauert es erheblich länger herauszufinden, wie nah oder fern die Beteiligten sich stehen, als wenn dies aufgezeichnet würde oder irgendwelche Objekte oder Stellvertreter im Raum verteilt würden („Aufstellungen“). Hinzu kommt, dass in diesem Fall die suggestive Wirkung körperlicher Nähe oder Distanz eine andere Aussagekraft hat, als die nüchterne verbale Beschreibung von Beziehungen, die nicht immer die in einer Aufstellung erlebbaren Affekte transportieren kann.




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