4.1 Die Einheit aus Innen- und Außenseite des Unterscheidens soll Form genannt werden.

Diese Definition weicht vom alltäglichen Sprachgebrauch ab, bei dem Form meist als Eigenschaft einem beobachteten Gegenstand (z.B. einem Keks) als Merkmal zugeschrieben wird. Bei solch einem, die Vorannahmen des alltäglichen Denkens dann prägenden Sprachgebrauch wird vom Kontext (z.B. dem ausgewalzten Mürbeteig) abstrahiert, in dem der jeweilige Gegenstand (der nicht aus Materie gebildet sein muss – auch Ideen können ähnliche Eigenschafen wie Teig zeigen) beobachtet wird. Die Form eines Autos, das in eine Schrottpresse gerät, die relativ kleine Alteisenpakete auswirft, zeigt, wie sehr gutes Design vom Kontext abhängig ist und wie einstmals große Unterschiede der Form durch Wechsel des Kontextes egalisiert werden können.

 

Literatur:

„Call the space cloven by any distinction, together with the entire content of the space, the form of distinction.

Call the form of the first distinction the form.“

Spencer-Brown, George (1969): Laws of Form. New York (E. P. Dutton) 1979, S. 4.




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