3 Gedanken zu “40.2

  1. Zu 40.2.

    Im Chorgesang des Zen Meisters Hakuin ist die Rede von „weit öffnet sich das Tor der Einheit von Ursache und Wirkung“ als Folge der Anwendung und Übung des achtfachen Pfades.

    Vor dem Hintergrund des unter 40.2 Zirkularität genannten Satzes sollte nach Hakuin die buddhistische Praxis des achtfachen Pfades zirkulär sein. Das heißt, dass das Ereignis der Praxis unmittelbar im Praktizierenden Entfaltung findet / finden kann.

    Die Frage ist z.B., welches oder welche autopoietischen Systeme erfahren die Einheit von Ursache und Wirkung, Organismus, Psyche oder beide, auch das jeweilige Umweltsystem?

    Ist meine Frage verständlich bzw. …?

  2. Bei Organismus und Psyche ist das sicher der Fall. Auch bei sozialen Systemen macht die Unterscheidung zwischen Ursache und Wirkung wenig Sinn. Bei unbelebten Objekten hingegen scheint sie sehr nützlich – obwohl sie auch dort die Zusammenhänge verkürzt. Das Zusammenfallen von Ursache und Wirkung ist überall dort als Modell passend, wo es um den Erhalt des Status quo geht. Bei Veränderungen besteht die Versuchung für den Beobachter, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu konstruieren. Aber dies ist eine unziemliche Verkürzung, denn es geht um strukturdeterminierte Reaktionen eines Systems auf irgendwelche von außen kommenden Irritationen/Perturbationen, die dann scheinbar als „Ursachen“ zu identifizieren sind (aber nur einen Faktor in einem komplexen Wirkungsgefüge darstellen).

  3. … naja, man muß halt schon den torsadepoint kennen,
    sonst verschießt man sich im Zweifel mit seinen kurzgeschlossenen Schlußfolgerungen wie die Folieanten

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