40.2.4 Die statisch erscheinenden Strukturen autopoietischer Systeme lassen sich durch eine zirkuläre, selbstbezügliche Dynamik ihrer internen Prozesse erklären.

Es ist sicher kein Zufall, dass diese Dynamik zunächst bei Organismen bzw. als Erklärung und Definition von Leben im Allgemeinen entwickelt wurde. Dort kann man nämlich die materiellen Prozesse und ihre Organisation ganz konkret beobachten und analysieren.

Die Übertragung auf psychische und soziale Systeme erfordert, statt biochemischer Prozesse weit abstraktere Prozesse zu studieren: Sinnprozesse. Was sie mit biologischen Prozessen verbindet, ist das abstrakte Muster ihrer internen Prozesse, die für die Herstellung und Erhaltung von Innen-außen-Unterscheidungen und Strukturen sorgen.

Daher die Regel, dass in all diesen Phänomenbereichen nichts so bleibt, wie es dem Beobachter erscheint (statisch), es sei denn, irgendwer oder -was sorgt aktiv dafür.

 




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