41.4.2 Ökonomisches Bewerten – Kriterien: zu zahlender Preis / zu gewinnender Nutzen (jeweils mehr vs. weniger), effizient/ineffizient, effektiv/ineffektiv usw., wobei Aufwand und Ertrag nicht nur in Geldwert betrachtet wird, sondern auch Arbeit, Leistung, Anstrengung, Stress, Aufregung, Lebensqualität etc. in einer wie auch immer spezifizierten Gewinn/Verlust-Rechnung bilanziert werden.

Ökonomisches Bewerten in einer ungeregelten (Welt-)Marktwirtschaft (in der nahezu alle menschlichen Verhaltensweisen entweder als „Leitung“ in „Dollar-Äquivalenten“ bezahlt werden können oder nichts wert sind) hat eine Wichtigkeit für alle gesellschaftlichen Bereiche erhalten, die hächst problematisch ist – um nicht zu sagen: ausgesprochen idiotisch ist. Denn auf diese Weise werden die Grundlagen individuellen und kollektiven Entscheidens in eine Richtung gelenkt, die politisch schwerwiegende, disruptive Folgen hat.

Wenn, um ein banales Beispiel zu nennen, die Qualität der Wirtschaft eines Landes in der Höhe seines Bruttosozialproduktes gemessen wird, so ist damit keinerlei relevante Aussage über die Lebensqualität seiner Bürger verbunden. Denn auch nach einer schweren Sturm- oder Flutkatastrophe mit horrenden Schäden steigt das Bruttosozialprodukt. Auch das Ansteigen des Dow-Jones- oder Hang-Seng-Index hat für den Durchschnittsbürger der USA oder HongKongs keinerlei Relevanz.

Ungeregelte Märkte führen immer zur Steigerung der Unterschiede zwischen Arm und Reich. Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer.

Und, das dürfte sozial die noch größeren Folgen haben, nur was sich verkaufen lässt, wird als Leistung bewertet. Dabei fallen dann alle Leistungen im häuslichen oder caritativen Bereich, künstlerisches Schaffen, bürgerschaftliche Aktivitäten usw. durch den Rost… – und es werden Ressourcen aller Art verschwendet, um Wegwerfprodukte auf den Markt zu bringen.




21 Gedanken zu „41.4.2 Ökonomisches Bewerten – Kriterien: zu zahlender Preis / zu gewinnender Nutzen (jeweils mehr vs. weniger), effizient/ineffizient, effektiv/ineffektiv usw., wobei Aufwand und Ertrag nicht nur in Geldwert betrachtet wird, sondern auch Arbeit, Leistung, Anstrengung, Stress, Aufregung, Lebensqualität etc. in einer wie auch immer spezifizierten Gewinn/Verlust-Rechnung bilanziert werden.“

  1. @“ungeregelte (Welt-)Marktwirtschaft“

    Wo gibt es die? Die Konzerne diktieren die Regeln, die Staaten machen entsprechende Gesetze, siehe Trumps Handels“regeln“, siehe Yis Imperialismus“regeln“.

    Wobei „Regularien“ treffender wäre als „Regeln“.

  2. „Leistung aus Leidenschaft“ nannte sich das seinerzeit noch -unter Joe Ackermann-;
    So stand’s zumindest neben dem Logo der [/] …

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/neuer-slogan-positiverbeitrag-deutsche-bank-loest-leistung-aus-leidenschaft-ab/19769814.html?ticket=ST-3072036-He7gesxdm3sXTVvChlzh-ap4

    … und im Rahmen der aufpolierten Imagepflege verkauft man neuerdings die
    KUNST – Sammlung
    … unter der Hand, versteht sich

  3. sach ich doch …

    „Es gibt auch andre, die wie ich empfinden.
    Wir sind soviel ärmer, als ihr seid.
    Wir suchen nicht. Wir lassen uns boß finden.
    Wenn wir euch leiden sehn, packt uns der Neid.“

    Kästner für Erwachsene
    Bd. 1
    Atrium Verlag Zürich, S.177

    PS:
    und daß mir bloß keiner daher kommt und anfängt an dem armen Kerl
    seiner Auskunft rumzumäkeln …

    Mein Vater war nämlich Wadenkönig …
    und was Schuhplattnern heißt,
    weiß ich ziemlich genau …

    da braucht’s net erst in die Walhalla auffisteign.
    Die Auerdult lang aah

  4. Völlig unökonomisch spendiert uns die CDU ein Herren-Quartett aus Nordrhein-Westfalen: Laschet, Merz, Röttgen und Spahn. Doch Next-Muddi wird eventuell der bayerische CSU-Söder. Welch ein Überfluss an Mannsbildern!

  5. @6 emotionaler Gewinn: „Als ich ihn in meine Arme nahm, verliebte ich mich sofort“
    „Da ist der Kopf eines Babys. Ich fühlte mich vor Schreck wie betäubt“, erzählt Guest heute. Doch es gab keine Zeit, weiter darüber nachzudenken, denn Minuten später wurde ein kleiner Junge geboren. „Als ich ihn in meine Arme nahm, verliebte ich mich sofort“, erinnert sich Guest. Kurz danach tauchten auch die Sanitäter auf und brachten die junge Frau und das Baby ins Krankenhaus. „Als ich auf der Station lag, war ich fassungslos und fing an zu weinen“, sagt Guest. „Ich konnte nicht glauben, dass er sich neun Monate lang in meinem Bauch versteckt hatte. Der Arzt sagte mir, dass die Möglichkeit besteht, dass das Baby in meinem Rücken lag, deswegen war kein Babybauch sichtbar.“ Doch die Hauptsache ist, dass es dem kleinen Denny gut geht und er sich mit seinen Schwestern gut versteht. „Meine Familie ist jetzt vollständig“, sagt die stolze Mutter.“
    https://www.gala.de/lifestyle/galaxy/schwangerschaft-ohne-anzeichen–ueberraschungs-baby-hat-sich-im-ruecken-versteckt-22220552.html

  6. „Während die Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders angesichts des Klimawandel und der Herausforderungen durch die künstliche Intelligenz eine offensichtliche Notwendigkeit zu sein scheint, hat sich in vielen Ländern eine „Me first“-Strategie in Politik und Wirtschaft ausgebreitet. Eine Haltung, die internationale Kooperation und Multilateralismus durch eine „Deal-Mentalität“ ersetzt.
    Dies ist offensichtlich ein gefährlicher Weg, denn die Integration der Weltwirtschaft durch Globalisierung und technologischen Fortschritt hat auch große globale Probleme erzeugt – von Klimawandel zu Migration und Finanzkrisen -, die nur durch internationale Zusammenarbeit gelöst werden können.
    Heute muss sich der Kapitalismus wieder des Sozialen besinnen, wenn er den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen sein will.“
    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kapitalismus-neoliberalismus-china-westen-1.4618936-0

  7. „SOZIALE FAKTOREN ALS BIP-ERGÄNZUNG
    Mehr als nur Geldverdienen: Wie Ökonomen den Wohlstand neu berechnen wollen
    Ökonomen wollen mit neuen Indizes Regierungen dazu bewegen, nicht nur auf das BIP und Umweltdaten zu achten. Zwei neue Indikatoren sollen diese ergänzen. Wie Deutschland abschneidet.“
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/soziale-faktoren-als-bip-ergaenzung-mehr-als-nur-geldverdienen-wie-oekonomen-den-wohlstand-neu-berechnen-wollen/25560792.html

  8. wobei diese Berechnungen, Bewertungen subjektiv sind, abhängig von den subjektiven Kriterien ..

    in welcher Währung auch immer gerechnet wird, es wird immer gerechnet,
    auch im Sozialen ..

  9. gerechnet?
    … es wird bilanziert;
    … insofern gehen stets beide Seiten mit ein

    you might like IT or not
    that’s live/life …
    life/live…
    äääh LoF
    🙂

  10. Songtext von „Life Is Life“

    All together now
    Life is life
    Life is life
    Life is life
    When we all give the power
    We all give the best
    Every minute of an hour
    Don’t think about a rest
    Then you all get the power
    You all get the best
    When everyone gives everything
    And every song everybody sings
    Then it’s life
    Life is life
    Life is life
    Life
    Life is life, when we all feel the power
    Life is life, come on stand up and dance
    Life is life, when the feeling of the people
    Life is life, is the feeling of the band, yeah
    When we all give the power
    We all give the best
    Every minute of an hour
    Don’t think about a rest
    Then you all get the power
    You all get the best
    And everyone gives everything and every song
    Everybody sings
    Then it’s life
    Life is life
    Life
    Life is life
    Life
    Life Is life
    Life
    Life Is life
    And you call when it’s over
    You call it should last
    Every minute of the future
    Is a memory of the past
    ‚Cause we all gave the power
    We all gave the best
    And everyone gave everything and every song
    Everybody sang
    Life is life

    Songwriter: Ewald Pfleger, Günter Grasmuck, Herwig Rüdisser, Kurt Plisnier, Peter Niklas Gruber

    © Sony/ATV Music Publishing LLC

    https://www.youtube.com/watch?v=EGikhmjTSZI

  11. @5 „Welch ein Überfluss an Mannsbildern!“

    Welch ein Testosteron-Überschuss!
    Na ja, zumindest bei zweien der Vier.
    CDU-Zukunftsvision: Spahn Vorsitzender, Söder Kanzler.
    Alles Andere wäre die unzeitgemäße Reanimation abgehalfterter Streber.

Schreibe einen Kommentar