41.4.4 fbs

Was problematisch ist, weil es nicht nur suggeriert, nur ein Arzt könne hier wirksam intervenieren, und alle anderen Betroffenen zur Ohnmacht verurteilt, sondern auch, weil die – sicher gut gemeinte – Idee, dass z.B. psychisches Leid oder abweichendes Verhalten weniger stigmatisiert wird, wenn es biologisch begründet wird, sich als (vorhersehbarer) Irrtum erwiesen hat; ganz im Gegenteil: Solches Verhalten wird dadurch seines Charakters als Handlung entkleidet und derjenige, der es zeigt, seines Status als handelndes Subjekt beraubt.

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