46.1.4 Eine Paradoxie produziert logische Unentscheidbarkeit.

Wären wir nicht mit Paradoxien konfrontiert, so müssten wir als Menschen eigentlich nie entscheiden, weil es reichen würde. logisch zu folgern… – insofern ruht unsere ganze westliche Gesellschaft, in der rationales Argumentieren (und in der Folge rationales Handeln) meist als den Regeln der zweiwertigen Logik folgend verstanden wird, auf der Existenz von Paradoxien – die paradoxerweise erst durch Anwendung einer zweiwertigen Logik auf Prozesse, die diskontinuierlich/nicht-zweiwertig ablaufen, entstehen.

 

Literatur:

Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (…)

Es besteht keine äußere Notwendigkeit, die uns zwingt, derartige Fragen irgendwie zu beantworten. Wir sind frei! Der Gegensatz zu Notwendigkeit ist nicht Zufall sondern Freiheit. Wir haben die Wahl, wer wir werden möchten, wenn wir über prinzipiell unentscheidbare Fragen entschieden haben. (…)

Mit dieser Freiheit der Wahl haben wir die Verantwortung für jede unserer Entscheidungen übernommen. Für einige ist diese Freiheit ein Geschenk des Himmels. Für andere ist eine derartige Verantwortung eine untragbare Last: Wie kann man ihr entgehen? Wie kann man sie vermeiden? Wie kann man sie andern übertragen?

Nur die Fragen, die im Prinzip unentscheidbar sind, können wir entscheiden. (…)

Es besteht keine äußere Notwendigkeit, die uns zwingt, derartige Fragen irgendwie zu beantworten. Wir sind frei! Der Gegensatz zu Notwendigkeit ist nicht Zufall sondern Freiheit. Wir haben die Wahl, wer wir werden möchten, wenn wir über prinzipiell unentscheidbare Fragen entschieden haben. (…)

Mit dieser Freiheit der Wahl haben wir die Verantwortung für jede unserer Entscheidungen übernommen. Für einige ist diese Freiheit ein Geschenk des Himmels. Für andere ist eine derartige Verantwortung eine untragbare Last: Wie kann man ihr entgehen? Wie kann man sie vermeiden? Wie kann man sie andern übertragen.

v. Foerster, H. (1993): KybernEthik. Berlin (Merve), S. 73f.




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