5.1.1.1 Der Kreis (oder die andere verwendete geometrische Figur) kann durch Zeichen, Symbole, Worte, Etiketten, Namen oder Ähnliches ergänzt werden, die auf der Innenseite und/oder Außenseite des Kreises platziert werden, um Räume, Zustände oder Inhalte zu bezeichnen (=benennen), die auf der Innenseite oder Außenseite der unterschiedenen Einheit verortet werden:

Was in jeder grafischen Darstellung dieser Art impliziert ist, stellt so etwas wie eine heimliche Vorannahme dar, die relativ selten thematisiert wird: der Blick aus einer Außenperspektive… (niemand ist Teil des Blattes Papier, und die Welt ist keine Plattitüde).




2 Gedanken zu “5.1.1.1 Der Kreis (oder die andere verwendete geometrische Figur) kann durch Zeichen, Symbole, Worte, Etiketten, Namen oder Ähnliches ergänzt werden, die auf der Innenseite und/oder Außenseite des Kreises platziert werden, um Räume, Zustände oder Inhalte zu bezeichnen (=benennen), die auf der Innenseite oder Außenseite der unterschiedenen Einheit verortet werden:”

  1. Eine „heimliche Vorannahme“ kann ich bei dieser Illustration beim besten Willen nicht erkennen.

    Genau genommen handelt es sich bei dieser graphischen Darstellung um eine Aufsicht auf ein abfotografiertes bzw. eingescanntes Blatt Papier in rechteckigem Format.
    (Format DIN A4? Worauf zur Illustration durchaus auch eingegangen werden könnte, denn Papiere, Papierformate und ggf. deren Verpixelung sind nochmals eine Wissenschaft bzw. eine Kunstform für sich.)

    Selbstredend erfolgt die Aufsicht auf dieses Objekt von außen. Und selbstverständlich ist normalerweise die Allerwenigsten bereit, sich zu wortreich zu derart dargebrachten Mustern zu äußern. Vor allem, wenn klar ist, jeder kann zwar wählen, zu beschreiben, was auf diesem Blatt wahrzunehmen ist und davon abgeleitet, welche Erkenntnis man daraus ziehen und welchen Sinn man darin finden könnte. Aber es wird sich doch kaum jemand die Blöße geben, sich mit solchen Trivialitäten auseinander zu setzen.

    Um in klassischer Form einer Bildbeschreibung fortzufahren, die vermutlich die Meisten an drastisch- vll. auch traumatisch – an frühere Schulaufsätze erinnern dürften, will ich in Kurzfassung beschreiben, was ich aus dieser Graphik lese:

    Die Graphik zeigt einen in asymmetrischer Position auf das Blatt gezeichneten Kreis,
    dessen Binnenfläche in einfacher Schrift mit „innen“ gekennzeichnet ist, um sich von einer-auf gleicher Zeilenhöhe – nicht umrandeten Bezeichnung „außen“ abzuheben.
    Links unterhalb des Kreises und auf Höhe der Fußzeile des Blattes wurde die Graphik -in Schrägschrift- als „Figur 2“ benannt, was wiederum darauf schließen läßt, daß es sich um eine Graphik aus einer Sammlung unterschiedlicher Blätter handeln dürfte.

    Frohe Ostern

    🙂

  2. Dorothea, ich mache seit 20 Jahren nichts anderes, als genau darüber nachzudenken (Papier, Zeichen, Schrift, 2-Dimensionalität vs verkörperte 3-Dimensionalität, Begriffe vs Zeichen …). Und weil diese sehr bedeutende Setzung und das Medium banal erscheinen kann, wird es gerne und konsequent übersehen. Es hat aber enorme Konsequenzen. Logisch kann man von dieser Setzung aus und einer Rekonstruktion vieles verstehen. Übersiehst du diese Setzung, so hat auch dies gewaltige Auswirkungen.

    Wenn zu viele Konzepte da sind, dann sieht man nicht klar. Darum ist das Konzept „Steuererklärung“ gut … es bringt das Denken auf einen Punkt.

    Ich gehe jetzt einen Café trinken. (Ein Satz mit Punkt) Gemeint ist: werde gehen …

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