5.1.3 Die Gefahr jedes materiellen Bezeichnens von Operationen oder anderer Ereignisse (z.B. durch einen Kreis auf einem Blatt Papier oder durch Schrift) ist, dass Ereignisse (z.B. die Operation des Unterscheidens), die nur für den Augenblick existieren, durch statische Zeichen (zeitüberdauernd) symbolisiert werden, d.h. die augenblickhafte Operation des Bezeichnens findet einen materiellen Niederschlag in einem dauerhaften Zeichen (=Objekt), was suggeriert, die Wirkung/Funktion des Unterscheidens bzw. die unterschiedene und bezeichnete Einheit existiere ebenfalls zeitüberdauernd (was der Fall sein kann, aber keineswegs der Fall sein muss).

Deswegen müssen Ausweispapiere alle paar Jahre erneuert werden, da die Fotos nicht mehr den aktuellen körperlichen Verfall des Besitzers dieser Papiere angemessen zeigen (aber Autoren lassen auf die Cover ihrer Bücher mit Vorliebe Fotos drucken, die vor Jahrzehnten aufgenommen wurden, siehe mein Foto auf der Innenseite des Umschlags).




2 Gedanken zu “5.1.3 Die Gefahr jedes materiellen Bezeichnens von Operationen oder anderer Ereignisse (z.B. durch einen Kreis auf einem Blatt Papier oder durch Schrift) ist, dass Ereignisse (z.B. die Operation des Unterscheidens), die nur für den Augenblick existieren, durch statische Zeichen (zeitüberdauernd) symbolisiert werden, d.h. die augenblickhafte Operation des Bezeichnens findet einen materiellen Niederschlag in einem dauerhaften Zeichen (=Objekt), was suggeriert, die Wirkung/Funktion des Unterscheidens bzw. die unterschiedene und bezeichnete Einheit existiere ebenfalls zeitüberdauernd (was der Fall sein kann, aber keineswegs der Fall sein muss).”

  1. naja, Vielschreiber könnten sich in dieser Hinsicht ruhig mehr Mühe geben, zumindest ihre Passfotos zeitnah zu erneuern, damit man auch weiß, daß es sich lediglich um eine Neufassung rund um ein und dasselbe Thema dreht. Nur eben weitaus gereifter, als Gütezeichen sozusagen. Wenn schon nochmal ein Buch mit sieben Siegeln, dann auch bitte mit Siegel, wie bei den Weinen, bevor es unter den Hammer kommt.

    Die Meisten kommen ja ohnehin über den Klappentext nicht hinaus,
    midde Lecktüre …
    Da kammer dehnen dann gleich den Dieter mitsamt Thomas ans Heck pappen, Schlappen an und fettich is die Laube. Vokuhilaoliba … watn sons.

    Ich hab’s ja dann doch eher noch mit dem Leibl, wenn ich mir den „Maler Haider als Schauspieler“ so anschau. Fesch is er. Nur hängt er halt in New York, in Privatbesitz.
    (wenn er dort noch ist und nicht irgendeinem Auktionshaus zum Opfer und untern den Hammer gefallen ist …)
    Ach, das wäre gerade so die Zeit, in der ich mich ganz gerne mal bewegen würde, in der Zeit meines Großvaters, als er so zwischen 15 und 25 war, vor allem die Zeit in München,
    an der Akademie, die mich heute noch -teils mit großen Schinken in Öl- umgibt, noch voller Sturm und Drang in den Salons, die hätte ich doch gerne mal erlebt.

    „Man bewunderte seine Kraft, seine Größe. Niemals mißbrauchte er, der ein äußerst zartfühlender und sehr kluger Mensch war (und daß er klug war, dies sei anderen Unterstellungen gegenüber betont, hat er oft genug bewiesen!), der keine Zote, kein
    unziemliches Wort duldete, seine Körperkraft. Auch war er durchaus nicht von jener ihm angedichteten Grobheit. Aber er liebte athletische Übungen, das Hantieren mit schweren Stangen und Gewichten, wodurch er sich leider das Herzleiden zuzog, dem er viel zu früh erlag. So brachte er einmal in Köln eine Athleten, „Deutschlands Eiche“, zur Verzweiflung, als er mit dessen Geräten spielend hantierte.- …

  2. PS @1:
    Zitat aus
    Wilhelm Leibl
    von Hermann Nasse
    Hugo Schmidts Kunstbreviere
    Copyright 1923 by Hugo Schmidt Verlag München

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