5.3 Gleichheitszeichen (=): Es steht für ein äquivalentes Bezeichnen, d.h. Kreuze, Kreise oder Namen bzw. die so bezeichneten Räume, Zustände oder Inhalte, die rechts und links von einem Gleichheitszeichen stehen, sind verwechselbar bzw. austauschbar.

Die angemessene Verwendung eines Gleichheitszeichens lässt sich daran feststellen, dass jeder Satz, jeder Ausdruck, jede Formel o.Ä., in denen es verwendet wird, gleichermaßen von links nach rechts wie von rechts nach links gelesen werden kann, ohne seine Bedeutung zu verändern.

Dass dies nicht immer so praktiziert wird, sondern das Gleichheitszeichen wie ein Doppelpunkt verwendet wird, ist bedauerlich und führt zu allerlei Missverständnissen. Lewis Caroll hat irgendwo (? – Alice?) auf die fatalen Folgen hingewiesen. Sinngemäß wiedergegeben: Das wäre so, als wenn ich sagen würde: Alles was mir gehört, gefällt mir, ist dasselbe wie, alles, was mir gefällt, gehört mir.




7 Gedanken zu “5.3 Gleichheitszeichen (=): Es steht für ein äquivalentes Bezeichnen, d.h. Kreuze, Kreise oder Namen bzw. die so bezeichneten Räume, Zustände oder Inhalte, die rechts und links von einem Gleichheitszeichen stehen, sind verwechselbar bzw. austauschbar.”

  1. „-Komisch, murmelte Robert. Was soll denn das heißen:
    in der Zahlenhölle / im Zahlenhimmel ?
    Entweder das eine oder das andere.
    -Ach, weißt du, Zahlenparadies, Zahlenhölle, Zahlenhimmel – im Grunde kommt das alles aufs Gleiche hinaus, sagte der Alte.“
    zit. „Der Zahlenteufel“ S.235

  2. … fatal insbesondere in Zeiten von „gefällt mir“-Buttons, denn wenn die plötzlich „gehört mir“-Buttons wären – nicht auszudenken!

  3. Freiheit [= (minus „Zeichen“)] Brüderlichkeit

    (Parole der Französischen Revolution)

  4. Ich komme nochmals zurück auf den FAZ Artikel „Schuld und Sühne“ von Sandra Kostner:

    Ergebnis- Gleichheit / Chancengleichheit

  5. @ 4
    Ergebnis: Gleichheit = Chancengleichheit [!]
    oder
    Ergebnis = Gleichheit [dividiert durch] Chancengleichheit [?]

  6. / bedeutet für mich „oder“
    ————————————-

    aber zurück zum =

    wird gerne benutzt für =gut oder =schlecht , als Bewertung.

    damit kann Ambivalenz ausgeschlossen und eine Diskussion beendet werden,
    insbesondere wenn mit gut oder schlecht emotionale Bedürfnisse bedient werden
    z.B. soziale Zugehörigkeit

    so kann die Sachebene ausgeklammert werden.

    Passiert gerade beim Thema. „ Organspende“.

  7. @ 6 Habe ich das so richtig verstanden:
    Gleichheit oder Chancengleichheit. [?]
    Organspende = gut; damit kann Sachebene ausgeklammert werden. [?]
    Beide Thesen leuchten mir nicht ein.

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