5.4 Pfeil (–>): Er steht dafür, dass das, was rechts vom Pfeil steht, aus/nach/im Anschluss an das folgt, was links vom Pfeil steht (z.B. A –> B), wobei nicht unterschieden ist, ob es sich hier um eine zeitliche Abfolge von Ereignissen, Kausalität, funktionelle Verknüpfung, logische Folgerung aus Prämissen, Implikation, kommunikativen Anschluss o.Ä. handelt.

Sobald ein Beobachter die Vorher-nachher-Unterscheidung „er-“ oder „gefunden“ hat, steht er vor der Frage, wie er die Beziehung zwischen den Phänomenen vorher und denen nachher konzeptualisieren soll. Das folgende Ereignis kann zufälliges Aufeinanderfolgen sein, es kann funktionelle verknüpft sein, die Folge einer Absicht, die Wirkung einer Ursache… usw.

Welche Interpretation er vornimmt, ist nicht durch die unterschiedenen Phänomene oder Ereignisse bestimmt, sondern durch die unterschiedlichen Erklärungsmöglichkeiten bzw. -modelle, die dem Beobachter aktuell zur Verfügung stehen. Was allerdings ubiquitär zu finden ist (ohne, dass dies zwangsläufig so sein muss), ist, dass aus zeitlicher Kopplung von Beobachtungen die Hypothese abgeleitet wird, dass beide Ereignisse/Phänomene in einem Sinnzusammenhang stehen (was ein Sinn ist, der vom Beobachter zugeschrieben wird).

Das Gegenbild dazu ist, dass es ursächliche oder funktionelle oder intenionelle Verbindungen etc. zwischen zeitlich weit auseinanderliegenden Ereignissen/Phänomenen/Geschehnissen etc. gibt, die dem Beobachter entgehen und über die er keine Hypothesen entwickelt, weil er sie nicht in enger zeitlicher Kopplung beobachtet…




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