51.1 Definition: Ein personenorientiertes soziales System, zwischen dessen Mitgliedern aufgrund geteilter Erfahrungen eine affektive Bindung und Vertrauens-Beziehung entstanden ist, die Intimkommunikation ermöglicht, ohne dass sie primär durch sexuelle oder sachliche Interessen und Zwecke belastet ist, soll Freundschaft genannt werden.

Dass sich die vier Bände von Elsa Ferrantes Neapolitanischer Saga „Meine geniale Freundin“ weltweit solch großer Beliebtheit erfreuen, mag als Indiz dafür gewertet werden, dass es eine Sehnsucht nach dieser Art der Beziehung gibt. Aber die Geschichte selbst zeigt, welchen Anfechtungen Freundschaften mit dem Erwachsenwerden der Freunde oder Freundinnen ausgesetzt sind, wenn beide sich in unterschiedlichen sozialen Milieus bewegen.




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