52.5.2 Die Anpassung eines Individuums an die kulturellen Spielregeln eines sozialen Systems ist wahrscheinlich, weil sie in einer Lebensphase seiner Sozialisation erlernt werden, in der die Zugehörigkeit zu der jeweils aktuellen Kultur Voraussetzung für das individuelle Überleben ist (Kindheit/primäre Sozialisation/Kultur der Familie).

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Die ganze Aufregung um Migration und Einwanderung, um Leitkultur und die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes ist psychologisch (nur) verständlich, wenn man sich vor Augen hält, wie eng die („eigene“) Kultur, deren Regeln in frühester Kindheit ganz eng an Affekte gekoppelt werden, zur Bildung der persönlichen Identität eines Individuums beiträgt. Insofern kann das Erleben der Bedrohung der eigenen Kultur als persönliche Bedrohung empfunden werden und mit starken affektiven Reaktionen beantwortet werden. Da deren Möglichkeiten der Musterbildung im Vergleich zum diskursiven Denken sehr begrenzt sind, ist dann auch die Chance/das Risiko gegeben, dass sich soziale Bewegungen auf Basis der geteilten Affekte der bewegten Bürger entwickeln, die dann als „Wutbürger“ auf die Straße gehen.

 




Ein Gedanke zu „52.5.2 Die Anpassung eines Individuums an die kulturellen Spielregeln eines sozialen Systems ist wahrscheinlich, weil sie in einer Lebensphase seiner Sozialisation erlernt werden, in der die Zugehörigkeit zu der jeweils aktuellen Kultur Voraussetzung für das individuelle Überleben ist (Kindheit/primäre Sozialisation/Kultur der Familie).“

  1. Wie erklären Sie die Überanpassung von Konvertiten, speziell: erwachsene deutsche Frauen, die zum Islamismus wechseln, sich verschleiern und (ob in D oder Syrien etc.) viele kleine Gotteskrieger gebären?

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