57.8 Die Teilhabe an Massenveranstaltungen gewinnt ihre emotionale Attraktion dadurch, dass das mit der aktuellen Gleichheit des Verhaltens verbundene Erleben der Auflösung individueller körperlicher und psychischer Grenzen (=ich) und das Aufgehen in einer größeren sozialen Einheit (=wir) Lust- und Erhabenheitsgefühle produzieren kann (was allerdings von potentiellen Teilnehmern auch als Bedrohung der eigenen Autonomie erlebt werden und Panikgefühle auslösen kann), und dessen Kehrseite die Aufgabe des individuellen Verantwortungsgefühls für die eigenen Verhaltensweisen sein kann (z.B. Hooligans).

Das ist übrigens auch das, was die Faszination des Kinos ausmacht: ein gemeinsames – koordiniertes und gemeinsames – Erleben.

https://weischer.media/de/de/kinowerbung/news/leuchtspuren




2 Gedanken zu “57.8 Die Teilhabe an Massenveranstaltungen gewinnt ihre emotionale Attraktion dadurch, dass das mit der aktuellen Gleichheit des Verhaltens verbundene Erleben der Auflösung individueller körperlicher und psychischer Grenzen (=ich) und das Aufgehen in einer größeren sozialen Einheit (=wir) Lust- und Erhabenheitsgefühle produzieren kann (was allerdings von potentiellen Teilnehmern auch als Bedrohung der eigenen Autonomie erlebt werden und Panikgefühle auslösen kann), und dessen Kehrseite die Aufgabe des individuellen Verantwortungsgefühls für die eigenen Verhaltensweisen sein kann (z.B. Hooligans).”

  1. Warum wohl nehmen so viele Leute an kirchlichen Gottesdiensten teil und gehen zum Gruppenbeten in eine Kirche?

    Im Kino entsteht zudem eine besondere Nähe zu den Akteuren auf der überlebensgroßen Leinwand. Die optischen und akustischen Reize (Sprache, Geräusche, subtil-hintergründige Filmmusik) erhalten durch die Vergrößerung und die Lautverstärkung eine überwirkliche Suggestivkraft, die Träume und Alpträume verursachen kann. Dieser überwältigende Effekt ist bei 3D-Hologramm-Projektion um so stärker.

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