6.1.1 Der Beobachtungsgegenstand des Beobachtens 2. Ordnung ist die Form des Beobachtens (d.h. des Beobachtens 1. Ordnung) einer beobachtenden Einheit (=Metaperspektive).

Der Kellner kommt und bringt den bestellten Teller Suppe, aber der Gast lässt ihn, noch bevor er auf den Tisch gestellt ist, zurückgehen, weil die Suppe nicht heiß genug sei. Dasselbe spielt sich beim zweiten Teller Suppe ab, die der Kellner bringt. Wieder lässt der Gast sie zurückgehen, noch bevor der Kellner sie auf dem Tisch platzieren konnte. Als dies auch beim dritten Versuch geschieht, verliert der Kellner die Geduld und fragt:

„Wie wollen sie wissen, dass die Suppe nicht heiß genug ist, wo sie nicht mal probiert haben!“

Antwort des Gastes: „Solange sie den Daumen in der Suppe haben können, kann sie nicht heiß genug sein!“




3 Gedanken zu “6.1.1 Der Beobachtungsgegenstand des Beobachtens 2. Ordnung ist die Form des Beobachtens (d.h. des Beobachtens 1. Ordnung) einer beobachtenden Einheit (=Metaperspektive).”

  1. Beobachten heißt bewusstes Wahrnehmen durch eine Person, die das Beobachtete als eine bewusste wahrgenommene Dimension kommunikativ mitteilen kann. Insoweit ist die Konstruktionen von Ordnungszahlen technisch konstruiert und somit willkürlich. Selbst die geistige Reflexion einer Beobachtung ist in einer linearen Dimension. Die Inhalte einer Beobachtung widersprechen sich in einer Güte demnach nicht in einem Ranking. Aus neurophysiologischer und philosophischer Sicht ist hier zu sagen, dass die Beobachtung immer nur individuell und nicht transpersonell sein kann. Jede Beobachtung ist persönlich und so ein einzigartiges Ding für und an sich. Vermeintliche Beobachtungen als verlautbarte Statements durch juristische oder soziale Organisationen sind zwar den Personen gemeinhin kompatible und kongruent, aber niemals identisch. Das Systemische des Sozialen ist eine kommunikative Schnittstelle und Ideologie; kann aber niemals selbst beobachtend sein. Kosmische Emergenz in universeller Einheit etwa ist nicht beobachtbar, sondern allein nur durch logischen Schluss erschließ- und herstellbar; nämlich durch die Beschreibung der Einheitlichen Kraft, deren kosmische Wirkung eben auch im Beobachten wirkt und werkt.

  2. Die Bedeutung von Worten wird kontextuell definiert.
    Und wenn der Beobachtungs-Begriff im Kontext von Formen benutzt wird, dann wird damit Unterscheiden/Bezeichnen gemeint, was auch visuell sein kann, aber nicht darauf beschränkt ist, was auch bewusst sein kann, jedoch nicht darauf beschränkt ist.

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