60.2 fbs

Hier zeigt sich, welche kreativen Möglichkeiten in der Form des Beobachtens stecken. Das 2. Unterscheiden (=indication) muss nämlich keineswegs nach dem 1. Unterscheiden (=distinction) erfolgen, sondern es können zunächst im Phänomenbereich der Zeichen fiktive Einheiten kreiert werden, denen dann eine zu unterscheidende Einheit in einem anderen Phänomenbereich zugeordnet wird. So lässt sich jede Art „höheren Wesens“ erfinden, ob man es nun Gott, Geist oder sonstwie nennt, um es dann z.B. als Person zu konstruieren (etwa als  alten Mann mit weißem Bart, oder auch als junge Frau wie Athene oder eine andere Göttin). Die Frage ist jeweils, wozu man solch eine Kreation nutzt und/oder (ge-) braucht: um über das aktuelle Elend und/oder den Tod hinwegzutrösten, um eine Belohnung für gegenwärtige, aber bislang nicht anerkannte oder honorierte Leistungen in einem späteren ewigen Leben zu verdienen usw.?

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