62.6 fbs

Das Überleben des Einzelnen in einer Stammesgesellschaft war davon abhängig, dass die mit der Geburt erhaltene Stellung und Position im sozialen Gewebe eingehalten und ausgefüllt wurde. Wenn das Gesamtsystem überlebte, dann überlebte auch der Einzelne. Es waren also Verhältnisse, wo es nicht, wie von der Theorie des Homo oeconomicus unterstellt, darum ging, den eigenen Vorteil zu maximieren. Ganz im Gegenteil, solch eine individuumorientierte Gewinnmaximierung hätte zum Ausschluss aus dem sozialen Gefüge führen können und damit zu Gefährdung des eigenen Überlebens. Die Rationalität individuellen Handelns in einer solchen Gesellschaft lässt sich auch nicht auf „gute Geschäfte“ im Rahmen  interindividueller Tauschprozesse zurückführen.

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