67.7 fbs

Konflikte haben die fatale Eigenschaft, sich zu reproduzieren. Jeder der Akteure definiert sich als reagierend und fühlt sich gezwungen zu reagieren, damit der Gegner nicht als Gewinner das Feld verlässt. Deswegen macht es aus Sicht dessen, der als Dritter (Mediator, Therapeut, Konfliktmanager usw.) zwecks Beendigung eines Konflikts eingeschaltet wird, Sinn, seine Aufmerksamkeit nicht so sehr auf die Vergangenheit und den Anfang oder die Ursachen des Konflikts zu richten, sondern auf die Zukunft, d.h. konkret: Auf die Frage, wie jeder der Beteiligten agieren muss, damit der Gegner wieder aktiv wird. Im Klartext: Jeder Konfliktpartei muss die Verantwortung für die aggressiven Akte des Gegners gegeben werden…

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