7.2 Ob eine Einheit als nicht-zusammengesetzt zu betrachten ist, entscheidet der Beobachter.

Es geht um die Fein- oder Grobkörnigkeit der verwendeten Unterscheidungen. Wenn man z.B. von einem  Metall spricht, so wird man makroskopisch etwas anderes sehen, als wenn man das Mikroskop verwendet oder gar eine Analyse der atomaren Struktur. Auf die Frage „Woraus besteht dieser Gegenstand?“ wird man dementsprechend ganz unterschiedliche Antworten erhalten. Einmal wird gesagt: „aus Eisen“ oder „aus Aluminium oder „aus Holz“, d.h. das Material/der Baustoff wird dann als nicht-zusammengesetzte basale Komponente des Gegenstandes betrachtet; wenn man dagegen antwortet: „aus Atomen der Sorte x oder y“, dann wird dieses Material als zusammengesetzte Einheit betrachtet.

Das heißt für den Beobachter, dass er sich jeweils Gedanken darüber machen will, wie hoch der Auflösungsgrad seines Unterscheidens sein muss für die Frage, die er beantworten will, oder das Erkenntnisinteresse, das er verfolgt. Er kann sonst den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen oder auch die Bäume nicht vor lauter Wald.




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