7.3 Eine Einheit, deren äußere Merkmale bzw. deren äußeres Verhalten als Elemente des Kontextes (=Umwelt) beobachtet werden, wird als nicht-zusammengesetzte Einheit behandelt, auch wenn ihre Innenseite der Beobachtung zugänglich und in ihrer Zusammensetzung analysierbar sein sollte.

Als Beispiel kann hier die Wahl zu einem Parlament in einer repräsentativen Demokratie dienen. Die Wähler bzw. deren Stimmen für die jeweiligen Parteien werden gezählt (nicht-zusammengesetzte Einheit = einzlener Wähler). Für das Ergebnis, d.h. die Frage, welche Partei die Mehrheit errungen hat und die Regierung bilden kann, spielt es keine Rolle, aus welchen Motiven welcher Wähler welche Partei gewählt hat. Allerdings dürften die individuellen Gründe des Wahlverhaltens (die Psyche des Wählers als zusammengesetzte Einheit, deren Elemente unterschiedlich komplexxe und gemischte Motivationsaspekte sein mögen)  vor der Wahl (und beim Lecken der Wunden der geschlagenen Politiker nach der Wahl) von Relevanz sein, wenn versucht wird, die eigene Programmatik möglichst attraktiv für möglichst viele Wähler zu gestalten (auch wenn sie von der Sache her möglicherweise blödsinnig sein mag) bzw. herauszufinden, warum dies nicht gelungen ist.




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