8.3 Äußerlich beobachtbares Verhalten und äußere Merkmale sowohl zusammengesetzter als auch nicht-zusammengesetzter Einheiten sind im Phänomenbereich Umwelt (=Kontext) der jeweils beobachteten Einheit verortet und als deren Elemente zu betrachten.

Das äußere Verhalten eines Menschen kann nur als Element der physischen und/oder sozialen Umwelt des jeweiligen Körpers direkt beobachtet werden. Sein Verhalten kann z.B. als Element eines Interaktionsmusters beobachtet werden (muss es aber nicht). Wer z.B. aus einer systemischen Perspektive auf die Interaktion einer Familie oder eines Teams schaut, braucht nicht die Psychodynamik der Teilnehmer zu kennen, um die Logik der Spielregel, der entsprechend die Interaktionsteilnehmer sich verhalten, analysieren zu können. Man muss nicht den Fußballspieler (als „ganzen“ Menschen) durchschauen, um zu verstehen, wie Fußball funktioniert. Wer da mitspielen will, muss sein Verhalten (als Element der Umwelt „Fußballspiel“) den dort herrschenden Erwartungen anpassen, d.h. sich an die Spielregeln halten. Was ihn dazu treibt, ist vollkommen egal…




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