83.3 fbs

Ambivalenzfreiheit, die über längere Zeit anhält, ist eigentlich immer sozial verdächtig und meistens auch schlicht und einfach unangemessen… Deswegen findet sie sich auch überwiegend bei Menschen, die entweder von ihren Mitmenschen als dumm oder zumindest sehr schlichte Gemüter eingeschätzt werden oder aber als psychisch krank. Das gilt sowohl für „gute“ (=positive) als auch für „schlechte“ (=negative) Gefühle. Da alle Lebensprozesse paradox organisiert sind, ist der Versuch einem zweiwertig konsistenten Weltbild, das einer Entweder-oder-Logik folgt, in seinem Erleben gerecht zu werden, immer problematisch.

Schreibe einen Kommentar