Der FORM tricorder von Peter Hofmann

Unser langjähriger Freund und designtechnischer Co-Entwickler Peter Hofmann hat ein kleines persönliches Projekt realisiert: eine App (bzw. Library, auf der die App aufbaut), mit der FORMen visualisiert und schnell berechnet werden können, da das auf dem Papier „immer furchtbar und unübersichtlich aussieht, wenn man mal schnell ein paar Haken zeichnen will“:

FORM tricorder <- Link anklicken

Mit dieser App können verschiedene Varianten von FORMen visualisiert werden und zwar inklusive der selbst-äquivalenten Re-Entry-FORMen:

  • Wir haben die Möglichkeit, sie als Kalkulationen auszuwerfen oder als
  • Baumstrukturen abzubilden, als
  • Kreisformen oder mit den bekannten
  • Spencer-Brownschen Haken.

 

Beispiel: {L,R} {2r+1|L,E,R}:

Wertekalkulation (natürlich unvollständig)

 

Strukturbaum
Kreisform

 

Hakenform

 

Alle Visualisierungen lassen sich als Bilder exportieren, und es kann direkt auf FORMen und Darstellungen verlinkt werden, da die URL bei jeder Aktion mit Hashtags versehen wird, die wieder zur eingegebenen FORM und gewählten Aktion führen, wie hier zum Beispiel:

Linkadresse: https://formform.formsandlines.eu/tricorder/#%7B2r+1%7C/deeming/,/telling/,/understanding/%7D#graph-gsbhooks

 

Auf Show Explanations klicken, dort wird alles übersichtlich erklärt und und man kann sehen, wie die Notation für Re-Entry-FORMen funktioniert:

Beginn „Show Explanations“ im FORMtricorder

 

Viel Spaß!

23 Gedanken zu “Der FORM tricorder von Peter Hofmann”

  1. Lieber Peter Hofmann, vielen Dank für diese tolle App. Ich bin noch dabei, die Funktionen zu verstehen und komme möglicherweise oder ziemlich sicher mit Fragen auf Dich zu. Auf jeden Fall ist das eine super Sache. Da müssen doch alle Formen- und Förmchenbauer ausflippen vor Begeisterung. Klasse sieht das aus, wenn einer Ralfs und Gittas Arbeit aufgreift, mega bei Franz Friczewski und bei Dir. Was ich mir wünschen würde, wäre eine Seite, wo wir Bilder von Formen ablegen können. Dann könnten wir sie in Kommentaren verlinken wenn wir uns austauschen. Gruß Kathleen.

    • Liebe Kathleen, vielen Dank für Dein Feedback und Du kannst mich gerne jederzeit mit Fragen bombadieren. Ja, ich würde mich auch freuen, wenn sich viel mehr Leute intensiver mit Ralfs und Gittas Arbeit befassen würden, die wissen ja garnicht was ihnen da entgeht. 🙂

      So eine Seite, wie Du sie Dir wünschst, kann ich leider (noch?) nicht bieten, da müsste man nämlich mit dem Server kommunizieren und Anmeldedaten der User speichern und bei solchen Dingen bin ich nicht so fit bzw. das ist auch Datenschutzrechtlich heutzutage etwas komplizierter. Aber Du kannst die Bilder der FORMen aus meiner App ja runterladen (ganz unten sind zwei Buttons, die Bilder speichern) und z.B. auf Facebook posten (vielleicht hat ja jemand noch eine bessere Idee, FB ist sicher nicht ideal für sowas) und dann immer auf den jeweiligen Beitrag verlinken.

      • Okay, danke Peter, ich verstehe. Klar, wäre es gut, wenn schnell mehr Leute mit uformiform arbeiten würden und sich in die Sachen von Gitta und Ralf reindenken (lernen). Facebook finde ich dafür auch ungeeignet. Es ist doof zu sortieren und die symmetrischen Konflikte da will ich nicht mehr so in meinem Leben haben.

  2. Peter: Ich möchte mich öffentlich bei Dir für diese Leistung bedanken. Da steckt jede Menge Arbeit hinter.

    Ich habe die Funktionalität soweit erstmal grob überprüft: sieht gut aus!

    Das ist ein hilfreiches und wertvolles Tool. Ich male mir aus, was passiert, wenn mehr Menschen wie Du Beiträge auf dem Niveau leisten.

    LG

    Ralf

    • Hallo Ralf,

      danke, ich freue mich sehr über Dein öffentliches Feedback und Deine Einschätzung, das bedeutet mir viel!

      Mich wundert es ja, dass es bisher kaum Leute gibt, die sich ernsthaft und produktiv mit uFORM iFORM auseinandersetzen und damit arbeiten. Ist mir irgendwie ein Rätsel bei diesem enorm wichtigen Beitrag, den Du da geleistet hast. Aber ich hoffe, ich kann mit meinem kleinen Tool ein paar Menschen dazu inspirieren oder ihnen vielleicht den Zugang zu uFORM iFORM etwas erleichtern.

      Lieben Gruß
      Peter

  3. Wir haben auch das neue Titelbild Peter Hofmann zu verdanken.

    Es vermittelt einen schönen Eindruck davon, welche Komplexität der FORMtricorder verarbeiten kann.

  4. Wow, gute Arbeit!

    Das hilft mir ungemein die Komplexität besser zu verstehen!
    Allein, dass ich damit ein wenig spielen kann und durch die Visualisierung sehe, wie sich die Systeme unterschiedlich darstellen und verhalten…

    Danke für den Aufwand!

    Sieht auch aus technischer Sicht sehr sauber gemacht aus.
    Großes Lob an der Stelle von meiner Seite!

    • Danke, Ali! Freut mich sehr, dass es dir hilft. Ich denke mir immer, dass ich so ein Tool gerne gehabt hätte, als ich angefangen habe, mich mit uFORM iFORM zu befassen (wobei ich es schon wichtig finde, die Berechnungen auch selbst mal nachzuvollziehen). Aber auch jetzt greife ich immer gerne drauf zurück, da es mir hilft, komplexere FORMen übersichtlicher und aus unterschiedlichen Perspektiven zu erfassen (falls du das damit meinst).

      Deine technische Einschätzung ist mir viel Wert, danke dafür. Ich habe den ganzen Code für die App und die dahinterliegende Library auch auf Github hochgeladen, falls es dich interessiert: https://github.com/formsandlines/formform Müsste noch einiges besser strukturieren und da gibts sicher noch einige umständliche Verrenkungen und Unsauberkeiten drin, aber ich lerne ja noch. 🙂

      • Danke! 😀
        Schau ich mir schon durch 🙂

        Ich denke an ein paar Stellen könnte man das mit bspw. rekursiven Funktionen hübscher lösen, aber generell ist die Projektstruktur selbst sehr ordentlich.
        Und vorbildlich vieles ausgiebig dokumentiert im Core.

        Aber gut, die Kommentare hier wollen wir mal nicht für ein Code Review missbrauchen 😉

        Großes Danke nochmal und wirklich, gute Arbeit 🙂

      • Sehr gerne und danke für dein Feedback!

        Bei rekursiven Funktionen bekomme ich immer einen Knoten im Kopf, aber ich glaube ich weiss, was du meinst. „calcAll()“ in lib/core/fform.js müsste ich noch irgendwie umstrukturieren, da gehe ich momentan für jede Variablenzahl einzeln die Schleifen durch, was mir irrsinnig umständlich erscheint und da gibts sicher eine bessere rekursive Lösung (ich möchte auch gerne mehr als 8 Variablen zulassen, zumindest so weit bis irgendwann der beste Hochleistungsrechner qualmt (vielleicht mit einem Warnfenster „proceed at your own risk“ 🙂 )).

        Eine andere Funktion, bei der es wahrscheinlich eine effizientere/“standardmäßigere“ Lösung gibt, ist constructFromLinear() (selbes Modul, die Funktion konvertiert die Klammernotation in eine JSON-Hierarchie).
        Da habe ich anfangs mit etlichen RegEx-Ersetzungen gearbeitet, was aber zu fehlerhaft und unflexibel war (bin allerdings auch kein Profi in RegEx), daher habe mich letztendlich dazu entschieden, rekursiv jedes Klammerpaar zu öffnen, lokal die JSON-Struktur aufzubauen und am Ende alles wieder zu einem String zusammenzusetzen. Das lässt sich aber sicher noch irgendwie eleganter und kompakter lösen, die Funktion ist mir jedenfalls viel zu lang und „unästhetisch“. 😀

  5. Lieber Peter Hofmann,

    auch von mir herzlichen Dank für diese App des FORMtricoder zur Visualisierung/Berechnung von Formen. Klasse Tool!

    Suche schon länger nach Visualisierungsmöglichkeiten.
    Hab schon ein wenig mit dem FORMtricoder rumexperimentiert.

    Gefällt mir bisher ausgesprochen gut und finde es sehr hilfreich.

    Liebe Grüße

    Ingo Damith

    • Hallo Ingo Damith,

      gerne und danke für den Kommentar; es freut mich sehr, dass Dir mein Tool weiterhilft!

      Ich suche eigentlich immer nach neuen Möglichkeiten, die FORMen zu visualisieren; Diagramme und speziell logische Graphen finde ich irgendwie spannend. Falls Du irgendwelche Ideen und Wünsche dazu hast, kannst Du es mich also gerne wissen lassen. Ich werde außerdem später noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten für Abstände, Schriftgröße, Farbe usw. einbauen.

      LG
      Peter

  6. Kathleen Engel hatte die Idee, irgendwo Bilder abzulegen, die mit dem FORMtricorder erstellt wurden.

    Ich stimme zu, Facebook ist dafür keine gute Idee.

    Bei https://photos.google.com/ kann man das machen, auch Alben lassen sich da anlegen.

    Ich teste gerade aus, ob es möglich ist, dass ich nicht nur verlinke, sondern tatsächlich im Kommentar auch noch das Bild einzufügen vermag.

    Hier ein Link zu einem Testbild. Gelingt mir Bildeinfügen, ändere ich diesen Kommentar nochmal, um zu erklären, wie es geht oder wie wir zumindest gemeinsam einen Weg finden.

    https://photos.google.com/photo/AF1QipNTQG7senbigKn9URnpur2d-UYgA8ONVkuRedBd

    Bitte mal einer kurz bestätigen, ob das Bild {/… Ich/,/Umwelt/} als GestaltFORM sichtbar ist. Geschweifte Klammern über AltGr7 und AltGr0 einfügen.

    Gruß
    Gitta

    Nachtrag: Nein, obwohl ich theoretisch über eine „img“-Funktion Bild mit Link und Bildbeschreibung in der WordPress-Kommentarbearbeitungsfunktion einfügen kann, wird das leider nicht angezeigt. Ich werde Anfang der Woche mal die Admins befragen.

  7. Ich möchte hier nochmal darauf hinweisen, dass der FORM tricorder „nur“ *eine* Anwendung meiner formform-Bibliothek ist, die ich als OpenSource-Projekt auf GitHub veröffentlich habe: https://github.com/formsandlines/formform (falls sich jemand für die technische Implementierung interessiert)

    Das ist vor allem deshalb sehr praktisch, weil es (abgesehen von der Möglichkeit für Programmierer, eigenen Anwendungen damit zu erstellen) ermöglicht, FORMen dynamisch und interaktiv in Dokumente/Artikel einzubinden, indem man die Library importiert und einfach auf die entsprechenden Funktionen zugreift (wie ich sie auf GitHub dokumentiert habe).

    Zur Demonstration:

    Vielleicht habt ihr meinen Kommentar hier im Blog zu „Symmetrische Konflikte“ von letztem Jahr gesehen, in dem ich meine Ansätze zur Interpretation diverser einfacher Formen vorgestellt habe.

    Auf ‚Observable‘, einer (sehr, sehr tollen) experimentellen Plattform für interaktive Dokumente (vielleicht kennt jemand Jupyter notebooks, funktioniert so ähnlich), habe ich den Kommentar (mit einigen Updates) als Artikel veröffentlicht und die Visualisierungen und Wertetabellen (gefiltert) von formform generieren lassen: https://observablehq.com/@formsandlines/ansatze-zur-interpretation-diverser-einfacher-formen

    Und zu guter Letzt hier noch ein kleiner „Playground“ von mir, auf dem zu sehen ist, wie die library unabhängig vom FORM tricorder sich auch in andere Umgebungen implementieren lässt: https://observablehq.com/@formsandlines/formform-playground

    Den JavaScript-Code in den Notebooks könnt ihr selbst verändern (auf die 3 Punkte ganz links klicken, dann „Edit“ und die jeweilige Zelle nach der Änderung mit dem kleinen Dreieck oben-rechts im Editorbereich erneut ausführen). Keine Angst, die Änderungen werden nicht gespeichert, aber ihr könnt euch natürlich selbst bei Observable registrieren und meine Notebooks „forken“, dann bleiben sie erhalten (natürlich vor der Änderung anmelden). Bitte beachtet dabei, dass Observable einige Eigenheiten hat, also am besten zuerst die Einführungsartikel auf der Seite lesen, falls ihr damit selbst arbeiten möchtet.

  8. Lieber Peter,
    ich gratuliere Dir ganz herzlich zur Fertigstellung der tricoder-App, die mir, wie ich es bisher überblicken kann, sehr gut gefällt!
    Hochachtung für die große Leidenschaft, die Du in dieses Projekt gesteckt hast und mit welchen enormen Mühen all dies verbunden gewesen sein muss.
    Zweifellos leisten Deine App und Gittas & Ralfs Werk einen enormen Beitrag zur (wie ich es nenne) kommunikativen Komplexitätsbewältigung, vor allem zu einer besseren Verständigung zwischen Vertreter/innen unterschiedlicher Disziplinen.
    Herzliche Grüße
    Karim

    • Lieber Karim, vielen Dank für Deinen Kommentar und das Lob, es hat mich sehr gefreut!

      Ja, es war viel Arbeit und teilweise sehr frustrierend, aber ich mag solche Herausforderungen und es hat auch viel Spaß gemacht, zumal es im Prinzip meine erste „richtige“ App ist. Es ist schön, etwas entwickeln zu können, mit dem viele Leute arbeiten können und das gebraucht wird, auch wenn das anfangs nicht meine Hauptmotivation war.

      Kannst Du erklären, wie Du das mit der kommunikativen Komplexitätsbewältigung in Bezug auf meine App verstehst? Ich denke, sie hilft auf jeden Fall dabei, FORMen miteinander auszutauschen, anderen zu zeigen, was man meint, wenn man darüber redet (das ist mir teilweise auch schon im Austausch mit Gitta aufgefallen) und Lernenden leichter die Konzepte aus uFORM iFORM zu vermitteln. Meinst Du sowas?

      Viele Grüße
      Peter

      • Lieber Peter, Karim Fathi ist stets sehr beschäftigt, insofern würde ich eher nicht mit einer Antwort rechnen.

        Da ich aber die Ehre und das große Vergnügen hatte, sein Buch Kommunikative Komplexitätsbewältigung vor Erscheinen beim Springer-Verlag zu lesen, denke ich Dir halbwegs sinnvoll folgendes sagen zu können:

        Dr. Fathi hält unsere Forschung im Kontext transdisziplinären Arbeitens und damit kommunikativer Komplexitätsbewältigung für interessant genug, sie in seiner Arbeit sowohl vom Modell her als auch als Werkzeuge zum Erkenntnis- und Verständigungsgewinn vorzustellen und neben anderen zu diskutieren.
        Nun tun sich die meisten etwas schwer damit, ihre Gedanken und Kommunikate in FORMen zu abstrahieren, was nur etwas Übung erfordert. Kann man das erst einmal, heißt das, dass diese Gedanken und Kommunikate entsprechend geklärt wurden, was weiter zu denken und sinnvoll und anschlussfähig(er) zu kommunizieren vereinfacht.

        Ich habe ihn direkt gefragt, und er stimmt mir zu, dass Dein Tool dafür deshalb wichtig ist, weil es den Zugang erleichtert, weil es Spaß macht und weil man damit üben kann und direkt Feedback bekommt, welche der eigenen FORMen tatsächlich funktionieren und das sind, was man sich darunter vorgestellt hat – und welche nicht.

        LG, frohe Ostern – Gitta

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