Interview mit Fritz B. Simon in ChangeX: FORMEN nimmt Form(en) an!

Es ist mehr als ein Wortspiel: Das Projekt „Formen“ nimmt Form(en) an.

Winfried Kretschmer, Chefredakteur des Magazins ChangeX, hat Fritz B. Simon interviewt und dem Autor spannende Kommentare und Bezüge entlockt, die u.a. die enorme praktische Bedeutung und die praktischen Vorteile abstrakter systemtheoretischer Konzepte hervortreten lassen. Beispielhaft steht die Frage nach Einzelcoachings für Mitarbeiter oder strukturelle Änderungen von Unternehmen. Zitat: „Muss ein Mitarbeiter, der mit seinem Job nicht zurechtkommt, zum Coaching geschickt werden oder muss etwas an der Struktur des Unternehmens verändert werden? (…) Der Streit der Schulen rührt dabei daher, dass es keine Basis gibt, die Wechselbeziehungen der drei Typen von Systemen so zu konzeptualisieren, dass sinnvoll Hypothesen über ihre gegenseitige Beeinflussung aufgestellt werden können.“

Hier steht das ganze Gespräch zur Verfügung:

http://www.changex.de/Article/interview_simon_beobachter_unter_sich/CQHLM1uSfzmqIlpHCQLBk33FCcOWUl

Diese praktischen Bezüge stehen auch im Fokus der Arbeitstagung, die die Carl-Auer-Akadmeie mit Simon, Weber & Friends und dem Club Systemtheorie veranstaltet: http://www.simon-weber.de/formen-tagung.php

Ein persönlicher Wink sei erlaubt: Fritz B. Simon hat erfreulicherweise – im Kontext deutlicher formaler Bezüge zu Ludwig Wittgensteins Tractatus Logic-philosophicus, die „Formen“ erkennen lässt – geäußert, dass Wittgensteins spätere Arbeiten sowohl konzeptionell wie stilistisch bedeutender und auch für ihn einflussreicher sind als der Tractatus. Es ist wirklich an der Zeit, sich mit diesem Spätwerk intensiver zu beschäftigen – auch mit seiner besonderen und äußerst praktischen Form des Umgangs mit irritierenden Fragestellungen: Sprachspiele kreieren und beobachten statt übliche Gewissheiten posten.