Ja sagen, um nein zu sagen?

Mit Sicherheit ist die jüngste Kampagne der jüngsten Sozialdemokraten unter Gesichtspunkten ganz alltäglicher systemischer Forschung eines der interessanteren Phänomene: Es wird seitens der JuSos dafür geworben, in die SPD einzutreten, um nicht nur dagegen sein, sondern dagegen stimmen zu können, dass die SPD in eine erneute „Große Koalition“ eintritt.

Schon brennt die Diskussion darüber, die einige der möglichen Forschungsfragen bereits enthält:

  • Ist das eine leichtfertige Mitgliedschaftskampagne, die sich nicht darum schert, wie lange jemand Mitglied bleibt?
  • Wer entscheidet, wer entscheidet? (Es wird diskutiert, wie lange jemand bereits Mitglied in der SPD sein muss, um überhaupt mit abstimmen zu dürfen) Und wer entscheidet, wer das entscheidet?
  • Sorgt die neue Grenzüberschreitung (Nicht-Mitglieder werden Mitglieder) für mehr Näherung von Leuten, die die Grenze in die Partei hinein aber noch nicht überschreiten?
  • Je nachdem, wie das Votum ausgeht: welche Bewegungen hinein oder hinaus wird das wiederum zur Folge haben? Und von wem?
  • Werden die Diskussion und die Kampagne einen Einfluss haben auf den Altersdurchschnitt der SPD-Mitglieder? Wenn ja, in welche Richtung?
  • Welche weiteren Fragen stellen sich darüber hinaus?: … … ..
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